Die Menschenrechtskrise zwischen Sudan und Südsudan

Die Menschenrechtskrise hinter der politischen Auseinandersetzung zwischen Sudan und Südsudan

In einem weiteren LiveWire berichten Alex Neve und Khairunissa Dhala über das Schicksal der vielen hunderttausend Flüchtlinge, über welche trotz der umfangreichen Medienberichterstattung zur Besetzung der Heglig-Ölfelder, kaum berichtet wird. Den vollständigen englischen Blogeintrag finden Sie hier

Ein weiteres LiveWire berichtet über die ständige Bedrohung die im Südsudan von MiG und Antonov-Bombern der sudanesischen Armee ausgeht. Insbesondere im Hinblick auf die bevorstehende Regenzeit ist eine ausreichende Versorgung mit Hilfsgütern für die Flüchtlingscamps im Moment überlebenswichtig, da sich die Situation mit aufgrund der Witterungslage schlechter werdenden Straßen noch weiter verschärfen wird. Den vollständigen englischen Blogeintrag finden Sie hier

Amnesty Bericht zum Nord-Süd-Konflikt

 

Amnesty International hat einen (englischen) Bericht zu den Auswirkungen des Nord-Süd-Konflikts auf Abyei herausgegeben.

Der Bericht kann hier heruntergeladen werden.

Berichte über Bombenangriffe

 

Seit 1. September diesen Jahres wurden mehr als 20.000 Menschen durch den andauernden Konflikt zwischen der sudanesischen Armee und der Rebellengruppe SPLM/A-N in Blue Nile State in die Flucht getrieben. Folgender zweiteiliger Bericht basiert auf Interviews mit Überlebenden der Bombenangriffe. Auf diesem Weg lässt sich erahnen, welche Traumata die Menschen während der Bombenangriffe durchleben mussten und welchem Elend sie nun in den südsudanesischen Flüchtlingslagern ausgesetzt sind.

10.12.2011

Luftangriffe

 

In den letzten Tagen hat die sudanesische Luftwaffe wieder Ziele im Grenzgebiet zu Südsudan bombardiert, Beobachter äußerten sich auch besorgt über Truppenverstärkungen, offensichtlich auch von Seiten des Südsudan. Bombenangriffe wurden in den letzten Tagen auch as New Qaffa in der Provinz Upper Nile gemeldet und auf das Flüchtlingslager Yida in Unity State. Von dem eskalierenden Konflikt sind mittlerweile ca. 1,4 Millionen Menschen betroffen. Über 50 000 Menschen haben alleine ihre Heimat in Upper Nile verlassen müssen, seit dort im August die Gewalt gegen die Zivilbevölkerung eskaliert ist. Tausende Flüchtlinge aus der Provinz Blue Nile haben in den letzten Wochen die Grenze zu Südsudan überquert. Der andauernde Konflikt behindert zunehmend die Versorgung der Bevölkerung. Angesichts der gespannten Lage zwischen dem Sudan und dem Südsudan hat der Chef der UN-Blauhelmeinsätze beide Seiten aufgefordert, den Konflikt nicht weiter anzuheizen. Hervé Ladsous sagte auf einer von Deutschland beantragten Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats, die UN-Mission im Südsudan (UNMISS) habe bestätigt, dass am Donnerstag nahe dem Flüchtlingslager Jida im Südsudan mindestens zwei Bomben eingeschlagen seien. Die UN-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay forderte eine Untersuchung der Luftangriffe und die Bestrafung der Verantwortlichen. Der sudanesische UN-Botschafter Daffa-Alla Elhag Ali Osman bestritt Angriffe durch die Luftwaffe seines Landes. Entsprechende Berichte seien von Medien “fabriziert”, die hinter antisudanesischen Rebellen ständen. Die UN-Botschafterin der USA, Susan Rice, bezichtigte den Sudan der “Lüge”.

18.11.2011

Neue Kämpfe

 

Bei neuen Kämpfen zwischen den Sudanese Armed Forces (SAF) und Sudan People’s Liberation Movement – North (SPLM-N) gab es zivile Opfer in Blue Nile und Süd – Kordofan.

Hilfsorganisationen äußerten große Besorgnis über die Ernährungslage. UNHCR berichtet, dass etwa 19 500 Menschen in die Umgebung von Kurmuk in das Grenzgebiet Blue Nile State geflohen sind.

Quelle: OCHA – 27.10.2011

Anhaltende Kämpfe in Südkordofan

 

Die Kämpfe zwischen der sudanesischen Armee und der SPLM-Nord gingen auch in den letzten Wochen weiter. Es gab wieder Opfer unter der Zivilbevölkerung. Etwa 28,500 Flüchtlinge haben nach Angaben von UNHCR Lager in Äthiopien erreicht.

Sudan’s Humanitarian Aid Commission (HAC) berichtete, dass 35,000 Menschen ihre Heimatorte verlassen haben und sich an verschiedenen Orten in Süd-Kordofan aufhalten.

Quelle: OCHA – 20.10.2011

Menschenrechte in Südkordofan

 

Am 5. Juli 2011 sind Kämpfe zwischen den Sudanesischen Streitkräften (SAF) und dem Nord-Flügel der südsudanesischen Befreiungsarmee (SPLM) ausgebrochen. Seitdem fanden in Kadugli, der Hauptstadt von Südkordofan sowie an mehreren anderen Orten Kämpfe statt. Die Bombardierung von Städten und Dörfern, Artilleriefeuer und Hausdurchsuchungen haben den größten Teil von Südkordofan für Zivilisten unsicher gemacht, welche nun in andere Teile des Landes und in die Nubaberge fliehen. Entlang den Straßen von Südkordofan wurden Kontrollpunkte eingerichtet und Zeugen berichten von Namenslisten die genutzt werden um SPLM-Mitglieder und Mitglieder der Volksgruppe der Nuba zu identifizieren. Die Nuba im Sudan tauchen deshalb unter. Trotz dieser gefährlichen Bedingungen werden intern Vertriebene von verschiedenen Regierungsstellen, inklusive dem Gouverneur des Südsudans, dazu aufgefordert heimzukehren. Die sudanesische Regierung hat zudem die Möglichkeit von humanitären Organisationen eingeschränkt sich frei zu bewegen und ihre Arbeit effektiv auszuführen.