2016 – Entwicklungen um das Erdöl

Aktuelle Entwicklungen rund um das Erdöl im Sudan und Südsudan 2016

 

März 2016

Februar 2016

Januar 2016

 

2015 – Entwicklungen um das Erdöl

Aktuelle Entwicklungen rund um das Erdöl im Sudan und Südsudan 2015

 

Dezember 2015

  • 22.12.2015 Eine neue südsudanesische Ölgesellschaft namens SuDar Oil, die in den von der Opposition besetzten Gebieten arbeitet, verspricht Reformen in Hinsicht auf Korruption, Zerstörung von Leben, Besitz und Umwelt im Südsudan. Ausländische Ölfirmen hätten viel schnelles Geld verdient ohne auf die Folgen zu achten. Gemeinsam mit Nilepet soll dafür gesorgt werden, dass ausländische Ölfirmen zur Rechenschaft gezogen werden und dass die Ölgewinne den Einheimischen zugutekommen.

    http://www.nyamile.com/2015/12/22/south-sudan-new-oil-company-sudar-pushes-for-reforms-in-oil-sector/

  • 18.12.2016: Die südsudanesische staatliche Ölfirma Nilepet kündigte, laut der Sudan Tribune an, dass sie wegen der Entscheidung der südsudanesischen Zentralbank hinsichtlich des Kursverlustes der südsudanesischen Währung, gezwungen sei, den Kraftstoffpreis um das Dreifache zu erhöhen.

    http://www.sudantribune.com/spip.php?article57413

  • 07.12.2015: Sudans Präsident Omar Bashir sagte eine Woche vor Erscheinen dieser Nachricht als die Zusammenstöße zwischen seinen Regierungstruppen und den ehemaligen Rebellen SPLM anhielten, seine Armee habe Südkordofan unter Kontrolle.

    Für den Sudan besteht die Gefahr, große finanzielle Einbußen zu erleiden falls der Süd Sudan sein Rohöl nicht mehr durch den Sudan transportiert, wofür von Süd Sudan 50% des Ölpreises bezahlt werden müssen. 75% der gesamten Ölförderung erfolgt im Süd Sudan. 36,5% seines Einkommens und 90% der kompletten Exporterträge würde der Sudan verlieren falls das südsudanesische Öl nicht durch den Sudan zum Hafen geleitet würde.

    http://www.ogj.com/blogs/oil-diplomacy/2011/06/sudan-obama-urges-ceasefire-in-oil-rich-south.html

    Der Südsudan plant eine Zusammenarbeit der staatlichen Ölfirma Nilepet mit Glencore International PIc, die der Vermarktung des Öls dienen soll. Um den Schikanen des Öltransports durch den Sudan zu umgehen wird auch weiterhin über Pläne gesprochen, Ölpipelines nach/durch Äthiopien, Kenia und Uganda zu bauen.

    http://www.ogj.com/blogs/oil-diplomacy/2011/07/south-sudan-forms-oil-marketing-venture-with-glencore.html

November 2015

Oktober 2015

September 2015

August 2015

Juli 2015

  • 05.07.2015: Mit dem ehemaligen Viezepräsidenten Riek Machar verbündete Südsudanesische Rebellen haben angeblich Koch county in Unity State unter Kontrolle, was auch das hauptsächliche Ölproduktionsgebiet Tharjath einschließt. Die Rebellen befinden sich angeblich in schneller Bewegung auf Bentiu zu. 

    http://www.sudantribune.com/spip.php?article55595

Juni 2015

Mai 2015

April 2015

März 2015

  • 30.03.2015: Der Südsudan erlitt riesige Produktionsverluste von ca. 20 Millionen Barrel Rohöl als Folge der 15-monatigen Reduktion in Unity State. Laut Industrieexperten und Geologen sind die wirtschaftlichen und umweltbezogenen Schäden nicht wieder gut zu machen. 

    https://radiotamazuj.org/en/article/war-economy-irrecoverable-losses-s-sudan-oil-fields

  • 17.03.2015: Der Südsudan verspricht, sich um die Kraftstoffknappheit zu kümmern. Verursacht sei diese, so Paul Adong (Direktor der im Südsudanesischen Besitz befindlichen Nile Petroleum)durch das allgemeine Sinken des Ölpreises, Erhöhung der ausländischen Wechselkurse durch den Treibstoffmangel und die ungenügende Versorgung durch Kenia. Kenia beliefert sechs ostafrikanische Länder mit raffiniertem Öl. In Juba gibt es nur noch bei wenigen Tankstellen Treibstoff. 

    http://www.sudantribune.com/spip.php?article54315

  • 04.03.2015:Die von der Malaysischen Ölfirma Petronas kurz nach Ausbruch des Krieges 12/13 verlassene und im Krieg zerstörte Raffinerie Thar Jathstellt eine große Gefahr für Umwelt und Gesundheit dar. Das Grundwasser ist bereits jetzt nicht mehr trinkbar.

http://www.newvision.co.ug/news/665466-south-sudan-s-leaking-oil-wells-pose-health-risk.html

http://www.aljazeera.com/indepth/features/2015/03/soaked-oil-cost-war-south-sudan-150302102747401.html

  • 02.03.2015: In Juba begannen mit einem Treffen der Ölminister des Sudan und Südsudan Verhandlungen über die 2012 vereinbarten Öltransportgebühren.

http://www.sudantribune.com/spip.php?article54169

https://radiotamazuj.org/en/article/south-sudan-ask-sudan-reduce-pipeline-fees

Februar 2015

Januar 2015

http://www.voanews.com/content/south-sudan-spla-rebels-clash-oil-states/2586300.html

http://en.starafrica.com/news/fresh-fighting-around-ssudan-oilfields.html

  • 04.01.2015: Der Südsudanesische Ölminister Stephen Dhieu Dau erklärte dem Nachrichtendienst Reuters in einer Stellungnahme, dass nach Abzug von an den Sudan zu bezahlenden 884 Millionen Dollar Öltransportgebühr und Kreditzahlungen von 781 Mio. Dollar die Südsudanesische Regierung im Jahr 2014 1,71 Milliarden Dollar Öleinnahmen habe.

http://www.sudantribune.com/spip.php?article53545

http://www.sudantribune.com/spip.php?article53528

https://radiotamazuj.org/en/article/south-sudan-oil-revenue-hurt-fighting-falling-prices-2014

2014 – Entwicklungen um das Erdöl

Aktuelle Entwicklungen rund um das Erdöl im Sudan und Südsudan 2014

 

Dezember 2014

  • 11.12.2014 Wie bereits im Oktober 2014 herrscht erneut im Dezember 2014 ein Mangel an raffiniertem Öl im Südsudan. Da im Südsudan zwar Öl gefördert wird, es jedoch zu wenig Raffinerien gibt, muss das verarbeitete Öl aus benachbarten Staaten importiert werden. Wegen der unsicheren Versorgungslage kommt es immer wieder zu Panikkäufen und Ölhandel auf dem Schwarzmarkt.
    Der Südsudanesische Ölminister Stephen Dhieu Dau lehnt jegliche Verantwortung der Regierung für die Kraftstoffknappheit ab.

    http://www.sudantribune.com/spip.php?article53294

November 2014

Oktober 2014

  • 31.10.2014: Die Sudanesische Armee behauptet, Benitu jetzt komplett unter Kontrolle zu haben. Rebellen geben an, dass sie Benitu eingenommen hatten. US und UN verurteilten die jüngsten Angriffe auf diese ölreiche Gegend. 

    http://www.sudantribune.com/spip.php?article52905

  • 30.10.2014: Die Vereinigten Staaten verurteilten aufs Schärfste den kürzlichen Gewaltausbruch in Südsudans ölreichem Unity State und drängen die Oppositionsgruppen die Feindseligkeiten zu beenden. 

    http://www.sudantribune.com/spip.php?article52896

  • 27.10.2014: Eine Delegation der Greater Pioneer Operating Company besuchte den Bezirk Pariang in Unity State um die Umweltschäden der zu Beginn des Bürgerkrieges Dezember 2013 verlassenen Ölfelder zu eruieren. Mit Umweltverschmutzung und ausgelaufenem Öl bringt der Bezirksbevollmächtigte Monylang Monyiel den Anstieg von Erkrankungen in Verbindung.

    https://radiotamazuj.org/en/article/corporate-delegation-inspects-environmental-demage-pariang-oil-fields

    https://radiotamazuj.org/en/article/fuel-shortage-hits-rumbek-town

  • 10.2014: Laut Wissenschaftlern überprüfen die chinesische Regierung und China National Petroleum corp. (CNPC)ihre Beziehungen mit dem Sudan und Südsudan, die den Jahren des Wachstums folgten, die beide Seiten veränderten.
    Seit 2000 nahm CNPC 40% seines Öls aus dem Sudan. Jedoch gab es in den letzten Jahren weniger anstatt mehr Öl und die Sicherheit chinesischer Arbeiter war gefährdet. Die chinesische Regierung musste seine Bürger und Investitionen durch Krisendiplomatie schützen.
    Chinas Präsenz im Sudan hatte insgesamt weitreichende Folgen. Trotz der Probleme möchte China das ölreiche Land nicht verlassen, aber Billionen Dollar will es auch nicht investieren.
    Ein Grund für das Auftreten weiterer Ölfirmen war die Befürchtung des Sudan, CNPC könnte zu dominant werden.
    CNPC wurde beschuldigt, durch die Erzeugung Sudanesischen Einkommens die Aggression der 90er Jahre unterstützt zu haben. Diesem Makel versuchte China durch humanitäre Hilfe entgegen zu wirken.
    Auf Umweltschutz wird von CNPC weder im Sudan noch im Südsudan in keinster Weise geachtet, denn es bestehen hierfür in diesen Ländern keinerlei gesetzliche Vorgaben.

  • 10.2014: Südsudans Ministerium für Erdöl und Bergbau lieferte am Wochenende Kraftstoff für 18 Tankstellen in Juba, was laut deren Angaben die Hauptstadt für eine Woche versorgt. Der Kraftstoff wurde ohne Mengenangabe von der Staats-eigenen National Oil and Gas Corporation (Nile Pet) importiert.
    Obwohl der Südsudan reichlich Rohöl fördert, ist er auf Kraftstoffimporte aus Nachbarstaaten angewiesen, da es an Raffinerien fehlt.
    Als Grund für den Kraftstoffmangel der Tankstellen wird das Schließen der Grenze zwischen dem Südsudan und Uganda wegen eines Streits vermutet.
    In Juba gibt es einen Trend zu Schwarzmarkt-Kraftstoff, der zu höheren Preisen verkauft wird.

  • 10.2014: George Gatloi Koang (Unity State Community Liaison Officer) äusserte sich besorgt über zerstörte Ölpipelines mit auslaufendem Öl, die durch Vermischung mit Wasser ein Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung und deren Vieh darstellen. Von offizieller Seite wurde über die Zerstörung des Tharjeth black 5A ölfeldes berichtet. Drei Ölquellen seien nach der Flucht von Ingnieuren wegen der Kämpfe demoliert worden.
    Gatloi rief die internationale Gemeinschaft sowie die Konfliktparteien auf, Kontrollmöglichkeiten für die durch die zerstörten Ölfelder wachsende Umweltverschmutzung zu finden.
    Auch der Bevollmächtigte des Pariang-Gebietes sieht die Verschmutzung durch Öl aus zerstörten Anlagen als Ursache für zunehmende Erkrankungen in der Bevölkerung. Wegen Knappheit von Wasserquellen trinken die Menschen und das Vieh durch Öl verunreinigtes Flusswasser.

  • 10.2014: In Südsudans Hauptstadt Juba unterbricht ein seit dem 14.10.2014 bestehender Kraftstoffengpass den öffentlichen Verkehr und betrifft Pendler sowie auch Gesundheitseinrichtungen.
    Taxi- und Busfahrer sprechen von generellem Kraftstoffmangel, der lebenswichtige Einrichtungen der Stadt betrifft.

  • 10.2014: Tor Madir Machier, ein Südsudanesischer Student, der in Kairo Jura studiert, veröffentlicht in Radio Tamatsuj einen Beitrag, in dem er die Motive der Entwertung der Südsudanesischen Währung hinterfragt. Er behauptet, der Reichtum durch Öleinkommen werde durch Kriegsausgaben verschwendet und belegt dies mit konkreten Zahlen.

September 2014

  • 09.2014: Der Sudanesische Ölminister Makkawi Mohamed Awad unterzeichnete Verträge über die Erdölsuche mit den Firmen State Oil Company Canada Ltd und Niger Express Petroleum & Gas Ltd, die in A-Rawat nach Öl suchen wollen.
    Die Sudanesische Produktion soll damit von aktuell 133 000 bpd auf 200 000 bpd gesteigert werden. Momentan liegen die meisten Ölfelder in der Heglig-Region und in West-Kordofan.
    Der Sudan verlor durch die Unabhängigkeit des Süd Sudan 2011 75% seiner Ölreserven.

  • 09.2014: 14 Nuer-stämmige Ölarbeiter wurden wegen der Verdächtigung einer Verbindung zu den Rebellen entlassen. Angeblich hatten die Dinka ihren Lohn erhalten, die Nuer waren seit Januar 2014 nicht bezahlt worden.
    Der Untersekretär des Ölministeriums Machar Achiek wird beschuldigt, die Spannungen zwischen den Stämmen anzuheizen, bestreitet jedoch jegliche Beteiligung.
    Eine offizielle Stellungnahme erfolgte nicht.
     
  • 09.2014: Laut offiziellen Südsudanesischen Regierungsangaben sei die Ölproduktion in Süd Sudans Upper Nile State aktuell mit 165 000 bpd stabil. Diese Behauptung folgte Reportagen die besagten, die Ölproduktion in Upper Nile State sei wegen der anhaltenden Konflikte auf 120 000 bpd gesunken.
    Laut dem Untersekretär des Ölministeriums Machar Achiek Adeer wurde in den Blocks 1, 2 und 4 in der Gegend von Tharjath und Pariang in Unity State die Ölproduktion gestoppt. Block 5 sei durch Vandalismus vollständig zerstört.

August 2014

  • 08.2014: Nord Darfurs Gouverneur Mohamed Osman Kibir kündigte an, dass im Nord-Osten seines Landes im Nekhaila-Feld Block 12 mit der Ölförderung begonnen werde, sobald die Verbindung zur sudanesischen Ölpipeline fertiggestellt sei.
    Außerdem gebe es Hinweise auf Ölvorkommen im Abu Sufyan-Feld im südöstlichen Landesteil. Im Lawabid-Gebiet von El-Fasher wird nach Öl gesucht.
    Aktuell werden hauptsächlich in der Region um Heglig und in West-Kordofan 133 000 Barrel Öl pro Tag gefördert. Um die fehlenden Einnahmen durch Öl auszugleichen hat der Sudan seine Goldproduktion erhöht.

Juli 2014

  • 29.07.2014: Der Südsudanesische Ölminister Stephen Dhieu Dau lehnte einen Aufruf der großbritannischen Aktionsgruppe Global Witness zur Aufhebung neuer Ölverträge ab. Diese hatte argumentiert, die Zukunft der Südsudanesischen Bevölkerung werde mit dem Öl mit verkauft. Dau gab an, dass das Budget und die Wirtschaft des jungen Staates hauptsächlich von der Ölproduktion und vom Ölverkauf abhänge. Zur Steigerung der Ölproduktion seien Ölsuche, Weiterentwicklungen sowie Expansion der bestehenden Ölfelder essentiell.
  • 07.2014: Die Sudanesische Regierung hat mit im Südsudan arbeitenden Ölgesellschaften einen Vertrag geschlossen, dass Khartoum 183 Millionen Dollar innerhalb von zwei Wochen von den Ölfirmen für den Transport von Öl durch Sudanesisches Gebiet als Ausgleich für die Schulden seit 06/2013 erhält. Jährlich soll der Sudan für den Öltransfer 366 Mio. Dollar bekommen. Die Umsetzung dieser Vereinbarung soll laut Ölminister Khair ab September 2014 bis Ende 2017 gelten.
    Im Juli 2011 habe Khartoum 75% seiner Ölproduktion und seinen Status als Ölexporteur über Nacht verloren.

    http://www.sudantribune.com/spip.php?article51747 

  • 07.2014: Das neue Regierungsbudget des Südsudan beruht auf ein 23%iges Anwachsen der Ölerträge, nämlich auf eine Zunahme der ölproduktion aus Upper Nile von 180 000 bpd, das bisher nicht erreicht wurde, auf 220 000 barrel per day bis zum Jahresende, was wahrscheinlich nicht erzielt werden kann. Laut Aussage der Ölindustrie in Juba dauert die Wiederherstellung zerstörter Ölanlagen ein Jahr bis 18 Monate bis zum Erreichen der vollen Kapazität. Jedoch hängt dies alles vom Friedensprozess ab. 
     
     

Juni 2014

  • 06.2014: Die Sudanesische Regierung und Petrodar Oil Company unterzeichneten ein Abkommen über die Bezahlung von 19,8$ pro Barrel Öl als Transitgebühr, der in einer Pipeline von den Ölfeldern Nr. 3 und 7 im Südsudan bis nach Port Sudan am Red Sea Terminal fließt.
    Petrodar ist ein Konsortium, das fünf Unternehmen beinhaltet: China National Petroleum (CNPC), Malaysias Petronas, Sudans Sudapet, Chinas SINOPEC und Kuwaits Tri-ocean Exploration and Productions. Petrodar arbeitet auf Ölfeldern in Südsudans Upper Nile State.
    Der Sudan schuldet CNPC 1,3 Billionen Dollar. Offizielle Angaben des Sudan besagen, dass aktuell 200 000 Barrel pro Tag durch die Pipelines fließen, andere Quellen sprechen von 150 000 Barrel pro Tag. 
      
  • 06.2014: UNMISS wurde 07/2011 gegründet, zwei Tage nachdem der Südsudan seine Unabhängigkeit vom Sudan erklärt hatte. Mit beinahe 8000 uniformierten Friedenssoldaten wurde die UN beauftragt, Frieden und Sicherheit zu erhalten und die Fähigkeit der Regierung zu stärken, demokratisch zu regieren.

    Momentan hält China 40% der Anteile in einem Konsortium der Greater Nile Petroleum Operating Company (GNPOC), an der auch die Malaysischen Ölgiganten Petronas und die indische staatseigene Oil and Natural Gas Corporation Videsh beteiligt sind.

    Ein Beschluss, der am 27.05.2014 verabschiedet wurde, beinhaltet den Schutz von Ölanlagen durch Friedenstruppen der UN. Trotz dem ursprünglichen Widerstand der DPKO (UN Department of Peacekeeping Operatons) schützen nun UN Friedenstruppen Chinas Ölinteressen im Südsudan.

    Die UN-Neutralität könnte durch die Unterstützung des Südsudan untergraben werden.

    http://thecable.foreignpolicy.com/posts/2014/06/15/un_peacekeepers_to_protect_chinas_oil_interests_in_south_sudan?wp_login_redirect=0

 
  • 06.2014: Der Sudanesische Ölminister Makkawi Mohamed Awad kündigte an, mit einigen chinesischen Firmen eine Übereinkunft unterschreiben zu wollen, durch die Khartoum Ende 2016 den vollen Besitz der Ölpipeline übernimmt, die in den Süden führt. Khartoum nutzte diese Pipeline als Druckmittel im Konflikt mit Juba. Mehr als einmal ordnete der Sudanesische Präsident Bashir deren Schließung an um den Ölfluss des Südsudan zu blockieren. Dies veranlasste letzteren zu mehrfachen Ankündigungen, eine alternative Pipeline durch Äthiopien oder Kenia bauen zu wollen.

    http://www.sudantribune.com/spip.php?article51287

Mai

  • 25.05.2014 Die Südsudanesische Regierung gab gegenüber der Sudan Tribune anhaltende Konflikte und eine signifikante Abnahme der Ölförderung an. Laut Ölminister Stephen Dhieu Dau werden momentan 165 000 Barrel pro Tag in Paloch gefördert. Vor der Krise im letzten Jahr waren es 245 000 B.p.d. Die Regierungstruppen sicherten die Ölarbeiter und die Ölquellen gut trotz mehrerer Kontrollversuche der Rebellen.

    http://www.sudantribune.com/spip.php?article51123

  • 24.05.2014 Laut Reuters sagte der Südsudanesische Ölminister Stephen Dhieu Dau, der Sudan habe angeboten, den Südsudan mit Material, Ingenieuren und Elektrizität zu unterstützen um die während der fünf Monate dauernden Unruhen demolierten Ölfelder schneller reparieren zu können. Es handelt sich um zwei Ölfelder im dem Sudan angrenzenden nördlichen Unity State.Seit Dezember 2013 sei die Ölförderung um ein Drittel gesunken. Innerhalb von zwei bis drei Monaten soll die Produktion bis auf 200 000 Barrel pro Tag erhöht werden.

    http://uk.reuters.com/article/2014/05/24/uk-southsudan-unrest-oil-idUKKBN0E40M420140524?rpc=401&feedType=RSS&feedName=worldNews&rpc=401

  • 15.5.14 Laut Angaben des sudanesischen Erdölministers Eng. Makkawi Awad betragen die sudanesischen Ölreserven vier Milliarden Barrel, wobei unklar ist, ob es sich um nachgewiesene oder vermutete Reserven handelt. Die Herausforderung besteht darin, dieses Öl zu fördern. Jedoch schaffte es der Sudan seit der Teilung des Landes 2011 noch nicht, die Ölproduktion auf 200 000 Barrel pro Tag zu steigern, die notwendig wären um sowohl den inländischen Bedarf als auch die Ansprüche ausländischer Firmen zu befriedigen.

    http://www.sudantribune.com/spip.php?article51023

  • 8.5.14 Sudans Vizebotschafter Magdi Ahmed Mofadal bestritt, dass die ostafrikanische IGAD (Inter-Governmental Authority for Development) in die Verteidigung der Ölfelder involviert sei und rief Ugandische Truppen zum Rückzug auf. Die neutrale IGAD sei lediglich zum Schutz der Beobachter des Waffenstillstands und anderer Infrastrukturen im Südsudan da. Er dementierte, dass die Sudanesische Regierung jemals erwogen habe, Truppen in den Südsudan zum Schutz der Ölfelder in Upper Nile zu entsenden.

    https://radiotamazuj.org/en/article/diplomat-says-igad-force-will-not-protect-south-sudans-oil

April

  • 19.4.14 Der Sprecher der SPLA Philip Aguer leugnete, dass die Rebellen die komplette Kontrolle über alle Ölgebiete in Unity State übernommen hätten, gab jedoch zu, dass die Armee seit einigen Tagen Angriffen durch die Rebellen ausgesetzt war. Der Rebellensprecher Col Peter Riek Gew gab an, Leer county südlich Benitu, die Tharjath Ölfelder sowie die restlichen Ölfelder von Koch county  40 km südlich von Benitu eingenommen zu haben. Die Ölproduktion in Paloch in Upper Nile betrug in dieser Woche angeblich 159 000 Barrel pro Tag.

    http://www.sudantribune.com/spip.php?article50709

  • 15.4.14 Lokale Quellen bestätigten, dass die Oppositionsgruppen die Stadt Benitu eingenommen hätten. Die Rebellen warnten alle noch tätigen Ölgesellschaften den Staat zu verlassen und räumten eine Woche Zeit für die Evakuierung der Ölarbeiter und das Beenden der Ölförderung ein. Der Sprecher der SPLA Col. Philip Aguer war für Kommentare nicht erreichbar.

    https://radiotamazuj.org/en/article/bentiu-falls-rebel-assault-spla-regrouping

  • 14.4.14 Rebellensprecher Peter Riek Gew sagte, dass Kräfte der SPLA, die loyal gegenüber Präsident Salva Kiir sind, ihr Versteck im Norden des Unity State angegriffen hätten. Er behauptete, die Rebellen hätten ihre Position verteidigt und ein Ölfeld ca. 35 km von Benitu entfernt eingenommen. In der vergangenen Woche äußerte Riek Machar, er plane Großangriffe auf die Ölfelder zu starten um die Ölgelder zu stoppen, die angeblich von der Regierung in Juba zur Bezahlung ausländischer Truppen benutzt würden.

    http://www.sudantribune.com/spip.php?article50635

März

  • 31.3.14 Die White Army ist eine bunt gemischte Zivilmacht, die für die Südsudanesische Opposition kämpft. Ihre Gründe zu kämpfen sind nicht wirtschaftlicher sondern persönlicher Art. Der amtierende Gouverneur des Upper Nile Staates Maj. Gen. Gathoth Gatknoth wünscht eine gerechte Aufteilung der Ölerträge. Er schätzt die White Army auf 60- bis 80 000 plus übergelaufene Regierungstruppen von 20 000 unter seinem Kommando. Regierungstruppen berichten, Riek Machar versuche seit einem Monat, in die Paloch Ölfelder einzudringen, aber die Armee habe alles unter Kontrolle.

    http://www.ibtimes.com/civilians-war-white-army-mobilizes-machar-aims-oil-fields-south-sudan-1565106

  • 30.3.14 Der ehemalige Vizepräsident und jetzige Rebellenführer Riek Machar kündigt an, mit der White Army Angriffe auf die Ölfelder von Paloch zu planen. Machar sagte, dies sei ihr Öl und man wolle Kiir davon abhalten, mehr Waffen zu kaufen. Nur in Upper Nile wird jetzt noch Rohöl gefördert, aktuell laut Regierung 1600 000 Barrel pro Tag. Insider wie Luke Patey vermuten 150 000 Barrel, was ca. 15 Mio. US-Dollar für die Regierung einbringt.

    http://www.bloomberg.com/news/2014-03-30/south-sudan-s-rebel-leader-machar-vows-to-target-key-oil-fields.html

  • 6.3.14 Südsudanesische Regierungstruppen führen laut GPOC (Great Pioneer Operating Company: die Ölfirma die das größte Ölfeld in Unity State mit 126 Quellen betreibt) Sicherheitseinsätze zum Schutz der Ölfelder in Unity State durch. Laut GOPC seien seit dem Überlaufen der 4. SPLA-Division im Dezember 2013 Anlageteile zerstört worden. Die Produktion kann noch nicht wieder aufgenommen werden, auch noch nicht im kommenden Monat. Einige Ölarbeiter kehren zurück und Sicherheitsbeauftragte werden mobilisiert. Auch SPOC (Sudd Petroleum Operating Company), die Betreiber des Tharjath-Ölfeldes mussten komplett schließen. Einige technische Reparaturen stünden laut deren Angaben noch aus.

    https://radiotamazuj.org/en/article/security-operations-ongoing-around-unity-oil-fields

  • 3.3.14 Der irakische Energieminister Hussein al-Sharistani versicherte, sein Land würde den Sudan mit Rohöl und der Konstruktion einer neuen Ölraffinerie versorgen. Der Irak wolle den Sudan politisch und wirtschaftlich unterstützen. Eine schwere Kraftstoffkürzung betraf die sudanesische Hauptstadt Ende 2013, welche die Regierung der Verspätung ausländischer Öllieferungen zuschrieb. Seit der Teilung des Staates 2011 kämpfe der Sudan mit dem Verlust des größten Teils ihres Rohöls und des Fehlens des daraus resultierenden Einkommens, das für die Bezahlung von Importen grundlegender Güter einschließlich Kraftstoff nicht mehr zur Verfügung steht.

    http://www.sudantribune.com/spip.php?article50163

Februar

  • 17.2.14 Der Ölminister des Südsudan Stephen Dhien Dau bestätigt die wachsende Bedrohung und Angriffe auf Ölfelder durch die Rebellen. Deshalb sei die Ölproduktion im Südsudan von 240 000 Barrel pro Tag auf 200 000 Barrel gesunken. Am Beginn der Unabhängigkeit lag Südsudans Ölproduktion bei 350 000 Barrel bevor Juba der China National Petroleum Corp., Indias ONGC Videsh und Malaysias Petronas befahl, die Produktion zu stoppen.

    http://www.sudantribune.com/spip.php?article49980

  • 14.2.14 Am 2.5.2012 startete der Sudan neu mit der Ölförderung des durch Krieg zerstörten Ölfeldes in Heglig. Ölminister Awad versucht die Ölförderung zu steigern. Seit der Teilung Sudan – Südsudan 7/2011 verlor der Sudan 75% seiner Ölreserven. Öleinkommen begründen mehr als die Hälfte des Einkommens  des Sudan und 90% des Exports.
  • 9/2013 erhöhte die Sudanesische Regierung die Treibstoffsubvention, was die Benzinpreise beinahe verdoppelte und zu landesweiten Protesten führte.

    Die aktuelle Fördermenge beträgt 133 000 Barrel Öl pro Tag, das meiste davon wird im Heglig-Gebiet und Umgebung sowie in West-Kordofan gefördert.

    Laut Südsudan suchen einige ausländische Unternehmen nach neuen Ölfeldern.

    http://www.sudantribune.com/spip.php?article49965

 

2013 – Entwicklungen um das Erdöl

Aktuelle Entwicklungen rund um das Erdöl im Sudan 2013

 

Dezember

  • 19.12.13 Einige Ölarbeiter wurden von ihren Kollegen aus rassistischen Gründen erschlagen, andere starben angeblich bei kämpfen im Thar Jath-Ölfeld. Über 200 Ölarbeiter flohen.Der Regierungssprecher Michael Makuei dementierte Kämpfe und gab an, das Öl fließe wie üblich. Colonel Khaled Swarmi, der Sprecher der Sudanesischen Armee äußerte große Besorgnis, dass die Situation eskalieren könnte.

https://radiotamazuj.org/en/article/oil-workers-face-evacuation-after-16-killed-unity-state-clashes

September

  • 09.09.2013 Nach einem Treffen mit Salva Kiir, Präsident des Südsudans, hat der sudanesische Präsident Omar al-Bashir bekannt gegeben, dass südsudanesisches Rohöl weiterhin durch sudanesische Pipelines fließen wird.

http://www.nytimes.com/2013/09/04/world/africa/sudan-oil-will-keep-flowing.html?partner=rss&emc=rss&_r=0

  • 05.09.2013 Der Südsudan hat seit April eine Milliarde Dollar durch Erdöl eingenommen. Ein Viertel dieser Einnahmen wurden an den Sudan gezahlt, weil das Rohöl durch das Territorium des Sudans transportiert werden muss. Im April hatte der Südsudan die Erdölförderung wieder aufgenommen.

http://www.reuters.com/article/2013/09/05/us-southsudan-oil-idUSBRE9840TE20130905

Juli

  • 25.07.2013 Die Afrikanische Union hat den Sudan dazu aufgefordert, die Frist zu verlängern, bis die südsudanesischen Erdöltransporte durch den Sudan gestoppt werden.

http://www.reuters.com/article/2013/07/24/us-sudan-south-oil-idUSBRE96N1G220130724?feedType=RSS&feedName=worldNews

Juni

  • 15.06.2013 Der sudanesische Öl-Minister hat bekannt gegeben, dass die Reperatur einer Zusatz-Pipeline beendet sei, die von JEM-Rebellen sabotiert wurde.

http://www.sudantribune.com/spip.php?article46973

März

  • 21. 03. 2013 Die sudanesische Regierung lässt seit Donnerstag wieder zu, dass Firmen Erdöl vom Südsudan in und durch den Sudan transportiert. Diese Entscheidung entspricht Verhandlungen, die zwischen sudanesischen und südsudanesischen Regierungsvertretern in Addis Abeba stattfanden.

http://www.middle-east-online.com/english/?id=57692

  • 21. 03. 2013 Südsudan gab am 21. März bekannt, dass neue Untersuchungen stattfinden, um die Möglichkeit des Baus von Pipelines nach Kenya und Djibouti zu untersuchen. Es wird auch diskutiert, Rohöl in Transportern durch Äthiopien zu transportieren.

http://www.reuters.com/article/2013/03/21/us-southsudan-oil-idUSBRE92K0ML20130321?rpc=401&feedType=RSS&feedName=worldNews&rpc=401

Januar

  • 06. 01. 2013 Bei Gesprächen mit Thabo Mbeki, dem Vermittler der Afrikanischen Union, konnten sich Sudan und Südsudan auf eine entmilitarisierte Zone im Grenzgebiet zwischen beiden Staaten einigen. Im September 2012 waren Sicherheits- und Wirtschaftsabkommen zwischen beiden Staaten geschlossen worden, die bisher noch nicht umgesetzt sind. Aufrgund der neues Annäherung könnten bald wieder Ölexporte vom Süden in den Norden stattfinden.

http://www.tagesschau.de/ausland/suedsudan234.html

2012 – Entwicklungen um das Erdöl

Aktuelle Entwicklungen rund um das Erdöl im Sudan 2012

 

September

  • 27. 09. 2012 Am 27. September 2012 schlossen der Sudan und der Südsudan ein Abkommen ab, dass unter anderem regelt, welche Transitgebühren beim Transport von südsudanesischem Erdöl durch den Sudan anfallen. Das Abkommen trifft erst in Kraft, wenn es von beiden Staaten ratifiziert wird. Der Südsudan muss im Durchschnitt 9,48 US Dollar pro Barrel an den Sudan zahlen. Außerdem müssen 3,028 Milliarden US Dollar vom Südsudan als einmalige Zahlung innerhalb der nächsten dreieinhalb Jahre geleistet werden.

http://www.sudantribune.com/spip.php?article44036

August

  • 04. 08. 2012 Die südsudanesische Regierung und die Regierung des Sudan haben einen Kompromiss zum Transfer von südsudanesischem Erdöl erreicht. Seit Januar 2012 war im Südsudan die Förderung von Rohöl eingestellt worden, weil keine Einigung über Transitgebühren bestand. Nun hat man sich auf eine Gebühr von 9,48 Dollar pro Barrel geeinigt. Das Abkommen wurde mithilfe von Thabo Mbeki, dem Mediator der Afrikanischen Union, erreicht. Allerdings tritt es nur dann in Kraft, wenn sich beide Staaten ebenfalls in strittigen Fragen der Grenzsicherheit einigen. Bis zum 22. September sollen entsprechende Lösungen gefunden werden, so Mbeki. FAZ (2012-08-06) S. 6, Nr. 181.

http://www.nytimes.com/2012/08/05/world/africa/two-sudans-reach-deal-on-fees-for-oil-pipelines.html?_r=1&partner=rss&emc=rss

Mai

  • 06. 05. 2012 Ein Bericht der Weltbank analysiert die ökonomische Situation des Südsudans und weist darauf hin, dass die Entscheidung, die Erdölproduktion einzustellen, schwere wirtschaftliche Folgen für den Staat habe. „Die Weltbank noch nie eine so schwierige Situation gesehen, wie die im Südsudan vorherrschende, so Africa Marcelo bei einer Präsentation.

http://www.sudantribune.com/EXCLUSIVE-South-Sudan-economy-on,42512

April

  • 25. 04 2012 Durch die Gefechte um das Erdölfeld Heglig sollen Erdöl-Produktionsanlagen im Wert von 3 Milliarden US-Dollar zerstört worden sein, so ein Sprecher des sudanesischen Parlaments.

http://www.sudantribune.com/China-non-committal-on-financing,4239506.

  • 13.04. 2012 Die südsudanesische SPLA weist die Berichte zurück, dass sie das Ölfeld Heglig besetzt habe.Man habe sich lediglich gegen Angriffe der sudanesischen Armee gewehrt.

http://test.mirayafm.org/index.php?option=com_content&view=article&id=8225:spla-refutes-occupying-heglig&catid=85:85&Itemid=278

  • 11. 04. 2012Das umstrittene Ölfeld Heglig soll von südsudanesischen Truppen und Rebellengruppen besetztworden sein. Es liegt in der Grenzregion zwischen Südsudan und Sudan. Bisher ist noch nicht eindeutig festgelegt, wo die Grenze dort verläuft. IM März hatte es bereits Gefechte dort gegeben.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/heglig-suedsudan-erobert-oelfeld-im-grenzgebiet-zu-sudan-11714086.htmlhttp://www.sueddeutsche.de/politik/heftige-kaempfe-zwischen-sudan-und-suedsudan-1.1329775

Februar

  • 28. 02. 2012 Bei seinem Amtsbesuch in China betonte der sudanesische Außenminister Ali Karti, dass Präsident Omar Al-Bashir chinesische Investitionen im Sudan befürworte. Auch bat Ali Karti die chinesische Regierung um Unterstützung bei der Lösung des Konflikts um den Transit von südudanesischem Rohöl durch Pipelines des Nordens. Im Februar war der Vorsitzende der chinesischen Ölfirma Petrodar Operating Company aus dem Südsudan ausgewiesen worden, weil ihm vorgeworfen wurde, mit der sudanesischen Regierung zu kooperieren.

http://www.sudantribune.com/Sudan-asks-China-for-help-in,41749

Januar

  • 23. 01. 2012 Die südsudanesische Regierung hat beschlossen, vorerst die Erdölförderung einzustellen. Der Präsident Salva Kiir begründet diese Entscheidung damit, dass beim Transit durch den Sudan, Erdöl im Wert von 815 Millionen Dollar geplündert worden sei, obwohl der Südsudan eine Transitgebühr bezahlt habe.

http://www.sudantribune.com/Kiir-explains-decision-to-halt-oil,41387

  • 23. 01. 2012 Durch Demonstrationen bekundeten Gruppen von Jugendlichen im Südsudan ihre Zustimmung zur Regierungsentscheidung, die Erdölförderung einzustellen.

http://www.sudantribune.com/Youth-back-oil-shut-down-in-Unity,41385

2011 – Entwicklungen um das Erdöl

Entwicklungen rund um das Erdöl im Sudan 2011

 

Dezember

  • 07. 12. 2011 Die französische Erdölfirma Total gab bekannt, dass sie möglicherweise eine Pipeline vom Südsudan durch Uganda zur kenianischen Küste bauen könne. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass Total tatsächlich in neuen Erdölblöcken in Uganda die Erdölförderung beginnt.

http://www.reuters.com/article/2011/12/07/total-idUSL5E7N72YY20111207

Oktober

  • 06. 10. 2011 Nach Angaben der ‚European Coalition on Oil in Sudan‘ werden die Erdölerträge im Südsudan ab 2016 von 200.000 b/d auf 160.00 b/d sinken. Der Bau einer neuen Pipeline vom Südsudan durch Kenia wird deshalb als unökonomisch bewertet.

http://www.sudan.net/completenews.php?nsid=1918&cid=1

September

  • 25. 09. 2011 Es herrscht noch Uneinigkeit darüber, wie hoch die Transitgebühr sein soll, die vom Sudan auf Erdöl aus dem Südsudan erhoben wird. Der Präsident Al-Bashir beharrt auf einer Gebühr von 32 US-Dollar. Bis Ende Oktober soll eine Einigung gefunden werden.

http://www.sudantribune.com/Bashir-warns-of-other-options-if,40244

Juli

  • 20. 07. 2011 Zum ersten Mal nach der Unabhängigkeit des Südsudans wurde südsudanesisches Erdöl eigenständig verkauft und von Port Sudan aus verschifft. Der Abnehmer dieser 1 Million Barrel Erdöl, die im Juli gefördert wurden, ist Chinaoil. Dass Nordsudan dieses Geschäft duldet, wird als Zeichen der Kooperationsbereitschaft verstanden. Noch ist kein Abkommen zwischen der Republik Sudan und dem neu gegründeten Südsudan darüber getroffen worden, wie die Erdöleinnahmen und Pipeline-Nutzung geregelt werden sollen. In Addis Abeba finden Verhandlungen statt, bei denen sich Vertreter beider Staaten um eine Lösung bemühen.

http://www.jamaicaobserver.com/pfversion/South-Sudan-ships-first-oil-cargo_9255214#ixzz1SeZ2FAvw

  • 19. 07. 2011 Der südsudanesische Präsident Salvar Kiir stellte die südsudanesische Position zum Erdöl nach Unabhängigkeit klar. Er warnte den Sudan davor, dass die Republik Südsudan aufhören könnte, die Pipeline im Norden zu nutzen, falls man dort weiterhin darauf bestehe, die Einnahmen aufzuteilen. Natürlich werde man für die Nutzung der Pipeline bezahlen, was aber nicht heiße, die gesamten Einnahmen aufzuteilen. Außerdem sprach er den Bau einer neuen Pipeline an, die durch Kenia, Äthiopien oder Uganda führen könnte. Jedoch hofft Kiir, dass die Verhandlungen mit dem Norden positiv verlaufen. Auch äußerte sich Kiir zur erdölreichen Region Abyei, deren Zugehörigkeit noch ungeklärt ist. Diese sei ein Teil der Republik Südsudan, so Kiir.

http://www.sudantribune.com/South-Sudan-s-Kiir-talks-tough-on,39591

Juni

  • 22. 06. 2011 Der sudanesische Präsident Al-Bashir hat angedroht, nach der Unabhängigkeit den Transport von südsudanesischem Erdöl zu verweigern, wenn der Norden nicht an Einnahmen beteiligt wird. Die Pipeline führt vom Süden durch den Nordsudan bis zum wichtigsten Exporthafen Port Sudan.

http://www.ft.com/intl/cms/s/0/a6e184ba-9ceb-11e0-8678-00144feabdc0.html?ftcamp=rss#axzz1R7sH3uge

März

  • 11. 03. 2011 Das südsudanesische Ministerium für Energie und Bergbau hat mit der malaysischen Firma Petronas einen Vorvertrag abgeschlossen. Darin wurde die Grundlage für eine intensivere Zusammenarbeit gelegt: Es wurden Kooperationsprinzipien im Öl- und Gassektor vereinbart und eine Plattform geschaffen, um weitere Rahmenbedingungen zu schaffen sowie einen Expertise- und Erfahrungsaustausch zu ermöglichen.

http://www.sudantribune.com/South-Sudan-Malaysia-s-Petronas,38264

  • 13. 03. 2011 Der sudanesische Präsident Al-Bashir hat eine neue Kommission geschaffen, um die Daten zur Erdölförderung der letzten fünf Jahre zu überprüfen. Damit reagiert er auf Vorwürfe der britischen NGO Global Witness, die eine starke Diskrepanz zwischen den von der sudanesischen Regierung veröffentlichten Daten festgestellt hat im Vergleich zu den Angaben führenden Erdöl-Firma im Sudan, CNCP.

http://www.sudantribune.com/Sudan-President-forms-taskforce-to,38275

Januar

  • 20. 01. 2011 Angesichts der bevorstehenden Trennung des Südsudans entsteht eine neue Volkswirtschaft, die aktuell nahezu ausschließlich auf den Einnahmen aus dem Erdölgeschäft basiert. Eine Analyse der wirtschaftlichen Zukunft des Südsudans finden Sie unter folgendem Link in derNeuen Züricher Zeitung.

http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/wirtschaftlicher_neubeginn_im_suedsudan_1.9155866.html

2010 – Entwicklungen um das Erdöl

Aktuelle Entwicklungen rund um das Erdöl im Sudan 2010

 

Dezember

  • 02. 12. 2010 Im Nordsudan soll die Erdölförderung erheblich gesteigert werden, so Azhari Abdel Gadir, der Vorsitzende des Gremiums für Erdölexploration und -Förderung im sudanesischen Ministerium für Erdöl. Er benannte für Block 6 (CNCP fördert hier) und Block 7 (Petronas und CNCP). Insgesamt führe das innerhalb der nächsten fünf Jahre zu einer Erhöhung der nordsudanesischen Ölproduktion auf 200.000 Barrel pro Tag; so Abdel Gadir.

http://www.sudantribune.com/North-Sudan-says-oil-production-to,37149

Oktober

  • 15. 10. 2010 Der Generalsekretär der südsudanesischen Regierungspartei SPLM, Pagan Amum, versicherte einer chinesischen Delegation, dass im Falle der Unabhängigkeit chinesische Investitionen gesichert seien und man weiterhin mit Investitionen von chinesischer Seite rechne.

http://www.sudantribune.com/SPLM-gives-assurances-on-Chinese,36612

  • 27. 10. 2010 Der Vizepräsident der südsudanesischen Regierung, Riek Machar Teny, äußerte sich kritisch zur Abhänigkeit des Südens von dortigen Erdölresserven. Bei der parlamentarischen Versammlung des Südsudans (SSLA), forderte er eine breitere ökonomische Strategie, die andere Sektoren einbezieht.

http://www.sudantribune.com/Avoid-over-dependence-on-oil,36739

September

  • 26.09.2010 Die sudanesische Erdölfirma Sudapet hat diese Woche erneut ein Angebot veröffentlicht, um 600.000 Barrel Rohöl (Nile Blend) zu verkaufen. Im August hatte die Firma bereits 600.000 Barrel an die Firma Chinaoil verkauft. Derzeit werden im Greater Nile Project, wo dieses Rohöl gefördert wird, nur 180.000 Barrel pro Tag gefördert. Im Vergleich zur früheren Förderkapazität von 325.000 Barrel pro Tag, ist die aktuelle Kapazität relativ gering.

http://sudantribune.com/spip.php?article36407

August

  • 25.08.2010 Die sudanesische Regierung hat damit begonnen, Anteile aus den Erdöleinnahmen, die dem Süden zustehen, in der einheimischen Währung zu überweisen. In den Friedensverträgen hatte man sich jedoch für die Zahlungen auf US-Dollar geeinigt. Derzeit sind die Importmöglichkeiten der Süd-Regierung entsprechend beeinträchtigt.

http://www.dcms.kirchenserver.org/dcms/sites/nad/laender/sudan/ereignisse/index.html?f_action=show&f_newsitem_id=15438

  • 07.08.2010 Die europäischen Firmen Star Petroleum (Luxemburg) und Hamla (Norwegen) schlossen am 06. August einen Vertrag mit dem Sudan über Schürfungsarbeiten im 50.000 km² großen Block E im Südsudan. Die Rechte über den größten Teil der Fläche (75%) besitzt Star Petroleum, Hamla nutzt 5%, außerdem sind die beiden sudanesischen Firmen Sudapet und Nilepet beteiligt (20%). Farshad Zandi von Star Petroleum bekräftigt, dass der neue Vertrag seiner Firma als Aufforderung an andere europäische Länder verstanden werden solle, ebenfalls die Rssourcen im Sudan zu nutzen. Die französische Firma Total hatte aufgrund des Nord-Süd Konfliktes ihre Arbeit im Sudan weitgehend eingestellt, verhandelt aber derzeit über eine Wiederaufnahme. (Reuters)

Juli

  • 05.07.2010 Der sudanesische Erdölminister Dr. Lual Deng, der Mitglied der südsudanesischen SPLM ist, äußerte kritisch gegenüber der von Toyota geplanten Erdöl-Pipeline. Sie soll vom Südsudan durch Kenia führen und die Abhängigkeit des Südsudans vom Norden im Hinblick auf Erdölexporte beenden. Jedoch sagt Deng, dass dieses Vorhaben unökonomisch sei, sehr hohe Kosten verursache und bis zur Fertigstellung mehrere Jahre verstreichen würden. Bei einer friedlichen Entwicklung im Land, sei es sinnvoller, bestehende Pipelines und Raffinerien im Norden zu nutzen, so Deng.

http://sudantribune.com/spip.php?article35567

Juni

  • 30.06.2010 Der sudanesische Erdölminister Lual Deng führte Verhandlungen mit dem Manager der sudanesischen Dependance der französischen Firma Total. Es ging um die Wiederaufnahme der Schürfungsarbeiten durch Total im Block B (Jonglei). Seit dem Comprehensive Peace Agreement 2005 war diese nicht wieder aufgenommen worden. Der sudanesische Minister für Industrie erklärte, dass er sich um eine Einigung zwischen den zuständigen nord- und südsudanesischen Behörden bemühen werde.

http://sudantribune.com/spip.php?article35531

  • 15.06.2010 Die äthiopische Ölfirma Damenu Kebret teilte mit, dass rund 80% der äthiopischen Erdölimporte aus dem Sudan stammen. Zwischen dem Sudan und Äthiopien besteht ein besonderer Vertrag, aufgrund dessen Äthiopien Erdöl aus dem Sudan zu besseren Konditionen importieren kann, als aus anderen Staaten. Der Import sudanesischen Erdöls im vergangenen Jahr habe einen Wert von ca. 1,22 Milliarden US-Dollar.

http://sudantribune.com/spip.php?article35400

März

  • Die südsudanesische Regierung veröffentlicht einen Bericht, der die Einnahmen durch Erdöl im Jahr 2009 bekannt gibt: Statt 6,5 Milliarden US-Dollar wurden nur 2,5 Milliarden US-Dollar eingenommen

http://sudantribune.com/spip.php?article34298

Februar

  • Beginn der Offshore-Testborhung im Roten Meer durch Zusammenarbeit des staatlichen chinesischen Erdölunternehmens CNPC und der sudanesischen Regierung

http://sudantribune.com/spip.php?article33991

Januar

  • Beim Besuch des indischen Ministers für Öl und Gas finden Verhandlungen über verstärkte indische Investitionen an sudanesischen Ölfeldern statt

http://sudantribune.com/spip.php?article33910

  • Vetragsabschlüsse über Erdölverkäufe von einer Million Barrel an die australische Firma Arcadia und 600.000 Barrel an die US-europäische Firma Glencore

http://sudantribune.com/spip.php?article33652

 

Everything Oil right?

Eine Dokumentation über die Rolle des Erdöls im Sudan

Die Suche nach Erdöl im Sudan begann schon im Jahre 1959, erste erfolgreiche Bohrungen stellten sich aber erst 1979 ein. Es zeigte sich, dass der Sudan größere Reserven an Erdöl enthält als der Irak und Saudi-Arabien zusammen. Großes Konfliktpotential durch die Erdölfelder ergibt sich durch die Lage der größten Vorkommen an der Grenze zwischen Nord- und Südsudan. Die vorliegende Dokumentation versucht Erklärungen zu liefern, weshalb Erdöl einen so massiven Einfluß auf die heutige Lage des Sudans hat.

Dokumentation „Everything Oil right?“

  1. Beginn der Ölförderung im Sudan
  2. Die unmenschlichen Kosten des Öls – der Beginn der industriellen Förderung
  3. Die Rolle der internationalen Konzerne
  4. Die Entstehung des Konfliktes zwischen Nord- und Südsudan und sein Zusammenhang mit der Ölförderung
  5. Vertreibungen und Morde in den Ölgebieten im Südsudan:
  6. Öl und der Darfurkonflikt
  7. Die USA, China, und der Darfurkonflikt
  8. Kenia, Türkei und sudanesisches Erdöl
  9. Zusammenfassung und Ausblick
  10. Anhang