Todesstrafe im Südsudan

Amnesty international hat glaubwürdige Beweise dafür gesammelt, dass seit Mai 2018 mindestens sieben Personen – darunter ein Kind – hingerichtet worden sind. Amnesty ist auch zutiefst besorgt darüber, dass 135 Todeskandidaten – darunter ein Kind und eine Mutter mit einem Kleinkind – von Gefängnissen im ganzen Land in ein zentrales Gefängnis verlegt werden in dem es dann zu weiteren Hinrichtungen kommen kann.


“Ich sagte dem Richter, dass ich 15 Jahre alt war.” – 16-jähriger Gefangener im Todestrakt im Südsudan.

Die Ergebnisse stützen sich auf Interviews mit im Südsudan tätigen Angehörigen der Justizbehörden sowie auf Aussagen von Angehörigen. Die Hinrichtungen und Transfers der Gefangenen in ein Zentralgefängnis Sind eine Eskalation der Anwendung der Todesstrafe im Südsudan seit seiner Unabhängigkeit im Jahr 2011. In dieser Zeit wurden mindestens 140 Personen zum Tode verurteilt und mindestens 32 Personen hingerichtet.

Amnesty International ist ausnahmslos gegen die Todesstrafe, weil sie gegen das in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte proklamierte Recht auf Leben verstößt. Sie ist eine grausame, unmenschliche und erniedrigende Strafe.


Nehmen Sie jetzt an unserer Aktion teil.  
Wir haben Musterbriefe formuliert und 

Petitionslisten erstellt.

Die Aktion läuft bis zum 31.08.2019!



Briefvorlage und Petitionslisten



Vielen Dank für Ihre Teilnahme!

Amnesty International
Koordinationsgruppe Sudan/Südsudan




Aktionen zu drei Gefangenen im Südsudan

#IStandWithPeterBiar

Peter Biar Ajak, ein prominenter Wissenschaftler und Aktivist im Südsudan, wurde vom Nationalen Sicherheitsdienst (NSS) vor sechs Monaten willkürlich inhaftiert. Bisher wurde er nicht vor Gericht gestellt und angeklagt. Seit dem 7. Oktober wird ihm auch der Zugang zu seinen Anwälten verweigert. In Haft durfte er nur vereinzelt Familienbesuche bekommen. Peter Biar war am 28. Juli 2018 von der NSS verhaftet worden. Er war ein lautstarker Kritiker der Südsudan-Regierung. Peter Biars Frau und seine zwei Kinder vermissen ihn sehr und wünschen sich, dass er wieder nach Hause zurückkehren darf.

So können sie sich für Peter Biar einsetzen:

  • Online-Petition
  • Solidarität mit Peter Biar und seiner Familie zeigen. Machen sie ein Foto von sich mit einem Schild mit einer Nachricht an Peter Biar, und posten es in den sozialen Netzwerken zu #IStandWithPeterBiar und #FreePeterBiar.

#FreeDongAndAggrey: Vor zwei Jahren wurden sie von Kenia in den Südsudan entführt

Dong Samuel Luak, ein prominenter südsudanesischer Anwalt und Menschenrechtsaktivist, und Aggrey Idri, ein Mitglied der Sudan People Liberation Movement- in Opposition (SPLM-IO), werden seit der Nacht vom 23. auf 24. Januar 2017 in Nairobi, Kenia vermisst. Sowohl die kenianischen als auch die südsudanesischen Behörden haben immer bestritten, zu wissen, wo sie sich befinden. Amnesty International erhielt jedoch glaubwürdige Informationen, dass die beiden Männer am 25. und 26. Januar 2017 in einer berüchtigten Strafanstalt in Juba gesehen wurden. Am 27. Januar 2017 wurden sie nachts aus dieser Einrichtung entfernt. Über ihr weiteres Schicksal und ihren Verbleib ist nichts bekannt. Weitere Informationen finden Sie im Bericht: “South Sudan: Further information: Fate and whereabouts of two men unknown.”(AFR 65/6298/2017).

Bitte schließen sie sich uns an und fordern, den Aufenthaltsort und das Schicksal der beiden Inhaftierten zu erfahren, indem sie von @AmnestyEARO einen neuen Eintrag erhalten und diesen Facebook-Frame in ihrem Profilfoto auf Facebook verwenden.