Erdöl – Neuer Anlauf im Südsudan

Februar 2019

Nach dem Bürgerkrieg: Die Wiederbelebung des Ölsektors hängt vom Einvernehmen mit den Nachbarn im Norden ab, von denen man sich gerade gelöst hat – Teil 1

Seit seiner Unabhängigkeit vom Sudan im Juli 2011 war die Ölindustrie im Südsudan durch politische Interventionen und bewaffnete Konflikte erneut stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Das vom Bürgerkrieg heimgesuchte Land könnte nun zu einem bedeutenden Ölproduzenten in Afrika werden – wenn der im September 2018 zwischen den Konfliktparteien ausgehandelte Friedensvertrag hält. Beobachtern zufolge ist der Frieden jedoch brüchig: kleinste Lageveränderungen können sein Ende bedeuten, wie vorangegangene Versuche zur Beilegung des Konflikts zeigten, wie etwa das Friedensabkommen vom August 2015, das den Menschen in der Gegend zwar eine kleine Atempause verschaffte, jedoch nicht verhindern konnte, dass die Kämpfe im Juli 2016 wieder ausbrachen.

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Gebremster Ölboom an der Wiege der Menschheit

Vor kurzem noch galt Ostafrika als Heimstatt eines neuen Ölbooms auf dem Kontinent. Der hatte seinen Anfang in Uganda genommen, in dessen Landesinneren 2006 die größte Entdeckung in Afrika seit Jahrzehnten gemacht wurde. Weitere Funde folgten, wie 2012 in Kenias Nordwesten, im Turkana County.

Damals lag der Rohölpreis jenseits der Marke von 100 US-Dollar pro Barrel, und es wurden bereits Pläne für ein neues regionales Pipeline-Netz geschmiedet, das die Ölfelder vom Südsudan über Ostafrika mit der Küste verbinden sollte.

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