Aktion gegen Folter im Sudan

„Sie haben mich gefoltert und misshandelt“,

berichtete Abdala Abdel Algyoum Abddalias, 54 Jahre alter Vater von vier Kindern und Gründungsmitglied der El Gedaref Salvation Initiative, gegenüber Amnesty International.

“Ich wurde in einen Innenhof gebracht und musste bis zum Sonnenuntergang mit dem Gesicht zur Wand stehen. Dann begannen sieben Sicherheitsbeamte mich mit Stöcken und Peitschen zu schlagen.“

Amnesty International hat in den letzten Jahren durch Zeugenaussagen von Opfern und ihren Familien die systematische und weit verbreitete Anwendung von Folter im Sudan dokumentiert. Zur Anwendung in den Haftanstalten kamen Elektroschlagstöcke, Peitschen und Stromkabel. Es gibt Berichte, dass Gefangene, die während der Folter in Ohnmacht fielen, vergewaltigt wurden.

Menschen aus den Konfliktgebieten Darfur, Südkordofan und Blauer Nil leiden unter besonders schlechten Haftbedingungen, Zusätzlich sind sie rassistischen Beschimpfungen und Demütigungen ausgesetzt.

Der Journalist Mohammed Abdaharan berichtete Amnesty International:

„Sie haben uns aus den Redaktionsräumen geholt und in die Büros des Sicherheitsdienstes gebracht. Sie begannen uns zu schlagen und zu misshandeln. Sie haben versucht, uns das Gefühl zu geben, dass dies das Ende unseres Lebens sei.“  

Der Sudan hat  1986 das Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung  unterzeichnet. Allerdings wurde das Abkommen bisher nicht ratifiziert.

Amnesty International fordert daher die Regierung der Republik Sudan auf, umgehend Schritte zu unternehmen, damit die Antifolter Konvention ratifiziert wird.

 


Nehmen Sie jetzt an unserer Aktion teil.  
Wir haben Musterbriefe formuliert 
und

Petitionslisten erstellt. 

Die Aktion läuft bis zum 31.03.2019!

 

 


Briefvorlage und Petitionslisten

Briefvorlage

Petitionsliste_Präsident

Petitionsliste_Justizministerium

Petitionsliste_Übersetzung

Zusatzmaterial

Der Fall Mohammed Awad

Vielen Dank für Ihre Teilnahme!

Amnesty International

Koordinationsgruppe Sudan/Südsudan