Postkartenaktion: Südsudanesische Flüchtlinge in Uganda

Uganda hat inzwischen mehr als eine Million Flüchtlinge aus dem Südsudan aufgenommen. Ihnen fehlt es an Nahrung, Wasser und Unterkunft. Zeig den Flüchtlingen aus dem Südsudan in Uganda Deine Unterstützung und Solidarität!

Mehr als 1,2 Millionen Flüchtlinge sind bisher vor dem brutalen Konfilkt im Südsudan in das benachbarte Uganda geflohen, doch aufgrund unzureichender Finanzierung haben viele von ihnen noch nicht einmal ausreichenden Zugang zu einer Grundversorgung. Mindestens 86 Prozent der Flüchtlinge sind Frauen und Kinder.

Mitarbeiter_innen von Amnesty International haben Flüchtlingslager in vier Distrikten im Norden Ugandas besucht – Adjumani, Moyo, Yumbe und Arua – und konnten sich vor Ort ein Bild davon machen, welche Folgen die Finanzierungsengpässe haben. Flüchtlinge und Hilfsorganisationen berichteten über einen akuten Mangel an Lebensmitteln, Wasser, Unterkünften und von einer insgesamt unzulänglichen Grundversorgung. Auch besonders schutzbedürftige Gruppen wie unbegleitete Minderjährige, Frauen, Menschen mit Behinderungen sowie ältere Menschen wurden völlig unzureichend unterstützt.

„Uganda nimmt weiterhin großzügig Menschen auf, während viele andere Länder die Grenzen für Flüchtlinge schließen. Doch das Land ist an der Belastungsgrenze, da die Mittel nicht ausreichen und weiterhin Tausende Menschen pro Tag aus dem Südsudan einreisen“, sagt Muthoni Wanyeki, Direktorin des Büros für die Region Ostafrika bei Amnesty International.

Fallbeispiele aus Uganda
Nunu, 24, Mutter eines Kindes, sprach mit Amnesty International im Flüchtlingslager Bidi Bidi im Distrikt Arua: „Es ist schwierig Wasser zu bekommen. Und dann die Essensfrage. Die letzte Essensration war vor zwei Tagen aufgebraucht.“

Amina, die mit ihrem Mann und ihren Kindern im Lager Pagyrina im Distrikt Adjumani lebt, sagt: „Am härtesten triff uns der Wasser- und Nahrungsmangel. Vorhin wurden Lebensmittel ausgegeben und jetzt ist nichts mehr übrig. Wasser ist ein großes Problem […] Hier leben viele Menschen, aber es gibt nur einmal am Tag Wasser.“

Hintergrund

Der Konflikt im Südsudan brach im Dezember 2013 aus, nachdem Präsident Salva Kiir den damaligen Vizepräsidenten Riek Machar beschuldigt hatte, einen Staatsstreich zu planen. Alle Bemühungen um eine diplomatische Lösung sind seither gescheitert, mehrere Waffnstillstandsabkommen wurden gebrochen und die Kampfhandlungen dauern weiter an. Dies hat für die Zivilbevölkerung verheerende Folgen, wie zum Beispiel Hungersnöte und Gewalt zwischen ethnischen Gruppen.

All dies resultierte nun in der größten Flüchtlingskrise auf dem afrikanischen Kontinent bei der beinahe 1,8 Millionen Menschen ins Exil gezwungen wurden. Weltweit wurden nur in Syrien und Afghanistan mehr Menschen zur Flucht gezwungen.

Bis heute wurden mehr als 1 Million Flüchtlinge in Ansiedlungsprogrammen im Norden von Uganda aufgenommen. Die Flüchtlingspolitik in Uganda ist eine der progressivsten der Welt: Flüchtlinge genießen dort relative Bewegungsfreiheit, haben Zugang zu Basisleistungen wie Bildung und Gesundheitsdiensten und dürfen arbeiten und ein Geschäft unterhalten.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns bei der Aktion unterstützen!
Sie finden die Postkarten zum selbst ausdrucken hier.

Postkartenaktion

Oder Sie bestellen die Postkarten bei uns. 
Schreiben Sie einfach eine Email an info@amnesty-uganda.de und geben Sie an wie viele Postkarten Sie bestellen möchten. Sie erhalten dann die Karten per Post.

 

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Amnesty International
Koordinationsgruppe Sudan/Südsudan