Aktion: Journalisten im Sudan

– Sie werden behindert, verfolgt und auch inhaftiert –

Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International sind besorgt über die massive Einschränkung der Pressefreiheit im Sudan.

Die jüngste Welle von Repressionen, die sich im Januar und Februar 2018 gegen Journalisten und Reporter ereignete, fand bei friedlichen Protesten der Zivilbevölkerung gegen die beschlossenen Preiserhöhungen von Nahrungsmitteln und Medikamenten statt.

Mindestens sechs Journalisten wurden Ende Januar festgenommen. In der Nacht vom 30. auf den 31. Januar wurden zudem die Ausgaben der Tageszeitungen Al Sahafa und Ajras al-Hurriya beschlagnahmt, weil sie über die Demonstrationen berichtet hatten.

Bereits eine Woche vor diesen Ereignissen, wurden Reporter von AFP und Reuters vom sudanesischen Geheimdienst festgenommen. Am 19.01.2018 meldete die Deutsche Welle, dass drei Journalisten im Sudan inhaftiert seien. Mitte Februar berichtete Amnesty International von weiteren Festnahmen.

Unter den Verhafteten waren auch die Frauenrechtlerin und Journalistin Amel Habani (Empfängerin des Amnesty International „The Ginetta Sagan Award“), sowie der Journalist und Rechtsanwalt Omer Ushari.

Menschenrechtsorganisationen kritisierten, dass Inhaftierte oft unter „unmenschlichen Bedingungen“ festgehalten werden.

Die Zensur der Presse ist im Sudan tägliche Realität. Der Geheimdienst verbietet willkürlich Zeitungen und konfisziert die gedruckten Ausgaben. In Zeiten politischer Spannungen werden kurzerhand unliebsame Medien geschlossen. Zudem wird das Internet umfassend überwacht, zensiert oder sogar abgeschaltet. 

Zu den zahlreichen Tabuthemen gehören etwa:

  • die Militäraktionen in den Regionen Darfur und Süd-Kordofan,
  • sowie die Berichterstattung über Versorgungsengpässe
  • und Korruptionsvorwürfe gegen Regierungspolitiker. 

Aus der Rangliste der Pressefreiheit, die von Reporter ohne Grenzen veröffentlicht wurde, geht hervor, dass sich der Sudan auf  Platz 174 befindet.

 


Nehmen Sie jetzt an unserer Aktion teil.  
Wir haben Musterbriefe formuliert 
und Petitionslisten erstellt. 

Die Aktion läuft bis zum 30.06.2018!

 

 

 


Briefvorlage und Petitionsliste an den Präsidenten

Briefvorlagen Präsident
Petitionsliste Präsident

Briefvorlage und Petitionsliste an den Justizminister

Briefvorlage Justizminister
Petitionsliste Justizminister

Übersetzung der Petitionsliste

Übersetzung Petitionsliste

 

Vielen Dank für Ihre Teilnahme!

Amnesty International
Koordinationsgruppe Sudan/Südsudan