2014 – Entwicklungen um das Erdöl

Aktuelle Entwicklungen rund um das Erdöl im Sudan und Südsudan 2014

 

Dezember 2014

  • 11.12.2014 Wie bereits im Oktober 2014 herrscht erneut im Dezember 2014 ein Mangel an raffiniertem Öl im Südsudan. Da im Südsudan zwar Öl gefördert wird, es jedoch zu wenig Raffinerien gibt, muss das verarbeitete Öl aus benachbarten Staaten importiert werden. Wegen der unsicheren Versorgungslage kommt es immer wieder zu Panikkäufen und Ölhandel auf dem Schwarzmarkt.
    Der Südsudanesische Ölminister Stephen Dhieu Dau lehnt jegliche Verantwortung der Regierung für die Kraftstoffknappheit ab.

    http://www.sudantribune.com/spip.php?article53294

November 2014

Oktober 2014

  • 31.10.2014: Die Sudanesische Armee behauptet, Benitu jetzt komplett unter Kontrolle zu haben. Rebellen geben an, dass sie Benitu eingenommen hatten. US und UN verurteilten die jüngsten Angriffe auf diese ölreiche Gegend. 

    http://www.sudantribune.com/spip.php?article52905

  • 30.10.2014: Die Vereinigten Staaten verurteilten aufs Schärfste den kürzlichen Gewaltausbruch in Südsudans ölreichem Unity State und drängen die Oppositionsgruppen die Feindseligkeiten zu beenden. 

    http://www.sudantribune.com/spip.php?article52896

  • 27.10.2014: Eine Delegation der Greater Pioneer Operating Company besuchte den Bezirk Pariang in Unity State um die Umweltschäden der zu Beginn des Bürgerkrieges Dezember 2013 verlassenen Ölfelder zu eruieren. Mit Umweltverschmutzung und ausgelaufenem Öl bringt der Bezirksbevollmächtigte Monylang Monyiel den Anstieg von Erkrankungen in Verbindung.

    https://radiotamazuj.org/en/article/corporate-delegation-inspects-environmental-demage-pariang-oil-fields

    https://radiotamazuj.org/en/article/fuel-shortage-hits-rumbek-town

  • 10.2014: Laut Wissenschaftlern überprüfen die chinesische Regierung und China National Petroleum corp. (CNPC)ihre Beziehungen mit dem Sudan und Südsudan, die den Jahren des Wachstums folgten, die beide Seiten veränderten.
    Seit 2000 nahm CNPC 40% seines Öls aus dem Sudan. Jedoch gab es in den letzten Jahren weniger anstatt mehr Öl und die Sicherheit chinesischer Arbeiter war gefährdet. Die chinesische Regierung musste seine Bürger und Investitionen durch Krisendiplomatie schützen.
    Chinas Präsenz im Sudan hatte insgesamt weitreichende Folgen. Trotz der Probleme möchte China das ölreiche Land nicht verlassen, aber Billionen Dollar will es auch nicht investieren.
    Ein Grund für das Auftreten weiterer Ölfirmen war die Befürchtung des Sudan, CNPC könnte zu dominant werden.
    CNPC wurde beschuldigt, durch die Erzeugung Sudanesischen Einkommens die Aggression der 90er Jahre unterstützt zu haben. Diesem Makel versuchte China durch humanitäre Hilfe entgegen zu wirken.
    Auf Umweltschutz wird von CNPC weder im Sudan noch im Südsudan in keinster Weise geachtet, denn es bestehen hierfür in diesen Ländern keinerlei gesetzliche Vorgaben.

  • 10.2014: Südsudans Ministerium für Erdöl und Bergbau lieferte am Wochenende Kraftstoff für 18 Tankstellen in Juba, was laut deren Angaben die Hauptstadt für eine Woche versorgt. Der Kraftstoff wurde ohne Mengenangabe von der Staats-eigenen National Oil and Gas Corporation (Nile Pet) importiert.
    Obwohl der Südsudan reichlich Rohöl fördert, ist er auf Kraftstoffimporte aus Nachbarstaaten angewiesen, da es an Raffinerien fehlt.
    Als Grund für den Kraftstoffmangel der Tankstellen wird das Schließen der Grenze zwischen dem Südsudan und Uganda wegen eines Streits vermutet.
    In Juba gibt es einen Trend zu Schwarzmarkt-Kraftstoff, der zu höheren Preisen verkauft wird.

  • 10.2014: George Gatloi Koang (Unity State Community Liaison Officer) äusserte sich besorgt über zerstörte Ölpipelines mit auslaufendem Öl, die durch Vermischung mit Wasser ein Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung und deren Vieh darstellen. Von offizieller Seite wurde über die Zerstörung des Tharjeth black 5A ölfeldes berichtet. Drei Ölquellen seien nach der Flucht von Ingnieuren wegen der Kämpfe demoliert worden.
    Gatloi rief die internationale Gemeinschaft sowie die Konfliktparteien auf, Kontrollmöglichkeiten für die durch die zerstörten Ölfelder wachsende Umweltverschmutzung zu finden.
    Auch der Bevollmächtigte des Pariang-Gebietes sieht die Verschmutzung durch Öl aus zerstörten Anlagen als Ursache für zunehmende Erkrankungen in der Bevölkerung. Wegen Knappheit von Wasserquellen trinken die Menschen und das Vieh durch Öl verunreinigtes Flusswasser.

  • 10.2014: In Südsudans Hauptstadt Juba unterbricht ein seit dem 14.10.2014 bestehender Kraftstoffengpass den öffentlichen Verkehr und betrifft Pendler sowie auch Gesundheitseinrichtungen.
    Taxi- und Busfahrer sprechen von generellem Kraftstoffmangel, der lebenswichtige Einrichtungen der Stadt betrifft.

  • 10.2014: Tor Madir Machier, ein Südsudanesischer Student, der in Kairo Jura studiert, veröffentlicht in Radio Tamatsuj einen Beitrag, in dem er die Motive der Entwertung der Südsudanesischen Währung hinterfragt. Er behauptet, der Reichtum durch Öleinkommen werde durch Kriegsausgaben verschwendet und belegt dies mit konkreten Zahlen.

September 2014

  • 09.2014: Der Sudanesische Ölminister Makkawi Mohamed Awad unterzeichnete Verträge über die Erdölsuche mit den Firmen State Oil Company Canada Ltd und Niger Express Petroleum & Gas Ltd, die in A-Rawat nach Öl suchen wollen.
    Die Sudanesische Produktion soll damit von aktuell 133 000 bpd auf 200 000 bpd gesteigert werden. Momentan liegen die meisten Ölfelder in der Heglig-Region und in West-Kordofan.
    Der Sudan verlor durch die Unabhängigkeit des Süd Sudan 2011 75% seiner Ölreserven.

  • 09.2014: 14 Nuer-stämmige Ölarbeiter wurden wegen der Verdächtigung einer Verbindung zu den Rebellen entlassen. Angeblich hatten die Dinka ihren Lohn erhalten, die Nuer waren seit Januar 2014 nicht bezahlt worden.
    Der Untersekretär des Ölministeriums Machar Achiek wird beschuldigt, die Spannungen zwischen den Stämmen anzuheizen, bestreitet jedoch jegliche Beteiligung.
    Eine offizielle Stellungnahme erfolgte nicht.
     
  • 09.2014: Laut offiziellen Südsudanesischen Regierungsangaben sei die Ölproduktion in Süd Sudans Upper Nile State aktuell mit 165 000 bpd stabil. Diese Behauptung folgte Reportagen die besagten, die Ölproduktion in Upper Nile State sei wegen der anhaltenden Konflikte auf 120 000 bpd gesunken.
    Laut dem Untersekretär des Ölministeriums Machar Achiek Adeer wurde in den Blocks 1, 2 und 4 in der Gegend von Tharjath und Pariang in Unity State die Ölproduktion gestoppt. Block 5 sei durch Vandalismus vollständig zerstört.

August 2014

  • 08.2014: Nord Darfurs Gouverneur Mohamed Osman Kibir kündigte an, dass im Nord-Osten seines Landes im Nekhaila-Feld Block 12 mit der Ölförderung begonnen werde, sobald die Verbindung zur sudanesischen Ölpipeline fertiggestellt sei.
    Außerdem gebe es Hinweise auf Ölvorkommen im Abu Sufyan-Feld im südöstlichen Landesteil. Im Lawabid-Gebiet von El-Fasher wird nach Öl gesucht.
    Aktuell werden hauptsächlich in der Region um Heglig und in West-Kordofan 133 000 Barrel Öl pro Tag gefördert. Um die fehlenden Einnahmen durch Öl auszugleichen hat der Sudan seine Goldproduktion erhöht.

Juli 2014

  • 29.07.2014: Der Südsudanesische Ölminister Stephen Dhieu Dau lehnte einen Aufruf der großbritannischen Aktionsgruppe Global Witness zur Aufhebung neuer Ölverträge ab. Diese hatte argumentiert, die Zukunft der Südsudanesischen Bevölkerung werde mit dem Öl mit verkauft. Dau gab an, dass das Budget und die Wirtschaft des jungen Staates hauptsächlich von der Ölproduktion und vom Ölverkauf abhänge. Zur Steigerung der Ölproduktion seien Ölsuche, Weiterentwicklungen sowie Expansion der bestehenden Ölfelder essentiell.
  • 07.2014: Die Sudanesische Regierung hat mit im Südsudan arbeitenden Ölgesellschaften einen Vertrag geschlossen, dass Khartoum 183 Millionen Dollar innerhalb von zwei Wochen von den Ölfirmen für den Transport von Öl durch Sudanesisches Gebiet als Ausgleich für die Schulden seit 06/2013 erhält. Jährlich soll der Sudan für den Öltransfer 366 Mio. Dollar bekommen. Die Umsetzung dieser Vereinbarung soll laut Ölminister Khair ab September 2014 bis Ende 2017 gelten.
    Im Juli 2011 habe Khartoum 75% seiner Ölproduktion und seinen Status als Ölexporteur über Nacht verloren.

    http://www.sudantribune.com/spip.php?article51747 

  • 07.2014: Das neue Regierungsbudget des Südsudan beruht auf ein 23%iges Anwachsen der Ölerträge, nämlich auf eine Zunahme der ölproduktion aus Upper Nile von 180 000 bpd, das bisher nicht erreicht wurde, auf 220 000 barrel per day bis zum Jahresende, was wahrscheinlich nicht erzielt werden kann. Laut Aussage der Ölindustrie in Juba dauert die Wiederherstellung zerstörter Ölanlagen ein Jahr bis 18 Monate bis zum Erreichen der vollen Kapazität. Jedoch hängt dies alles vom Friedensprozess ab. 
     
     

Juni 2014

  • 06.2014: Die Sudanesische Regierung und Petrodar Oil Company unterzeichneten ein Abkommen über die Bezahlung von 19,8$ pro Barrel Öl als Transitgebühr, der in einer Pipeline von den Ölfeldern Nr. 3 und 7 im Südsudan bis nach Port Sudan am Red Sea Terminal fließt.
    Petrodar ist ein Konsortium, das fünf Unternehmen beinhaltet: China National Petroleum (CNPC), Malaysias Petronas, Sudans Sudapet, Chinas SINOPEC und Kuwaits Tri-ocean Exploration and Productions. Petrodar arbeitet auf Ölfeldern in Südsudans Upper Nile State.
    Der Sudan schuldet CNPC 1,3 Billionen Dollar. Offizielle Angaben des Sudan besagen, dass aktuell 200 000 Barrel pro Tag durch die Pipelines fließen, andere Quellen sprechen von 150 000 Barrel pro Tag. 
      
  • 06.2014: UNMISS wurde 07/2011 gegründet, zwei Tage nachdem der Südsudan seine Unabhängigkeit vom Sudan erklärt hatte. Mit beinahe 8000 uniformierten Friedenssoldaten wurde die UN beauftragt, Frieden und Sicherheit zu erhalten und die Fähigkeit der Regierung zu stärken, demokratisch zu regieren.

    Momentan hält China 40% der Anteile in einem Konsortium der Greater Nile Petroleum Operating Company (GNPOC), an der auch die Malaysischen Ölgiganten Petronas und die indische staatseigene Oil and Natural Gas Corporation Videsh beteiligt sind.

    Ein Beschluss, der am 27.05.2014 verabschiedet wurde, beinhaltet den Schutz von Ölanlagen durch Friedenstruppen der UN. Trotz dem ursprünglichen Widerstand der DPKO (UN Department of Peacekeeping Operatons) schützen nun UN Friedenstruppen Chinas Ölinteressen im Südsudan.

    Die UN-Neutralität könnte durch die Unterstützung des Südsudan untergraben werden.

    http://thecable.foreignpolicy.com/posts/2014/06/15/un_peacekeepers_to_protect_chinas_oil_interests_in_south_sudan?wp_login_redirect=0

 
  • 06.2014: Der Sudanesische Ölminister Makkawi Mohamed Awad kündigte an, mit einigen chinesischen Firmen eine Übereinkunft unterschreiben zu wollen, durch die Khartoum Ende 2016 den vollen Besitz der Ölpipeline übernimmt, die in den Süden führt. Khartoum nutzte diese Pipeline als Druckmittel im Konflikt mit Juba. Mehr als einmal ordnete der Sudanesische Präsident Bashir deren Schließung an um den Ölfluss des Südsudan zu blockieren. Dies veranlasste letzteren zu mehrfachen Ankündigungen, eine alternative Pipeline durch Äthiopien oder Kenia bauen zu wollen.

    http://www.sudantribune.com/spip.php?article51287

Mai

  • 25.05.2014 Die Südsudanesische Regierung gab gegenüber der Sudan Tribune anhaltende Konflikte und eine signifikante Abnahme der Ölförderung an. Laut Ölminister Stephen Dhieu Dau werden momentan 165 000 Barrel pro Tag in Paloch gefördert. Vor der Krise im letzten Jahr waren es 245 000 B.p.d. Die Regierungstruppen sicherten die Ölarbeiter und die Ölquellen gut trotz mehrerer Kontrollversuche der Rebellen.

    http://www.sudantribune.com/spip.php?article51123

  • 24.05.2014 Laut Reuters sagte der Südsudanesische Ölminister Stephen Dhieu Dau, der Sudan habe angeboten, den Südsudan mit Material, Ingenieuren und Elektrizität zu unterstützen um die während der fünf Monate dauernden Unruhen demolierten Ölfelder schneller reparieren zu können. Es handelt sich um zwei Ölfelder im dem Sudan angrenzenden nördlichen Unity State.Seit Dezember 2013 sei die Ölförderung um ein Drittel gesunken. Innerhalb von zwei bis drei Monaten soll die Produktion bis auf 200 000 Barrel pro Tag erhöht werden.

    http://uk.reuters.com/article/2014/05/24/uk-southsudan-unrest-oil-idUKKBN0E40M420140524?rpc=401&feedType=RSS&feedName=worldNews&rpc=401

  • 15.5.14 Laut Angaben des sudanesischen Erdölministers Eng. Makkawi Awad betragen die sudanesischen Ölreserven vier Milliarden Barrel, wobei unklar ist, ob es sich um nachgewiesene oder vermutete Reserven handelt. Die Herausforderung besteht darin, dieses Öl zu fördern. Jedoch schaffte es der Sudan seit der Teilung des Landes 2011 noch nicht, die Ölproduktion auf 200 000 Barrel pro Tag zu steigern, die notwendig wären um sowohl den inländischen Bedarf als auch die Ansprüche ausländischer Firmen zu befriedigen.

    http://www.sudantribune.com/spip.php?article51023

  • 8.5.14 Sudans Vizebotschafter Magdi Ahmed Mofadal bestritt, dass die ostafrikanische IGAD (Inter-Governmental Authority for Development) in die Verteidigung der Ölfelder involviert sei und rief Ugandische Truppen zum Rückzug auf. Die neutrale IGAD sei lediglich zum Schutz der Beobachter des Waffenstillstands und anderer Infrastrukturen im Südsudan da. Er dementierte, dass die Sudanesische Regierung jemals erwogen habe, Truppen in den Südsudan zum Schutz der Ölfelder in Upper Nile zu entsenden.

    https://radiotamazuj.org/en/article/diplomat-says-igad-force-will-not-protect-south-sudans-oil

April

  • 19.4.14 Der Sprecher der SPLA Philip Aguer leugnete, dass die Rebellen die komplette Kontrolle über alle Ölgebiete in Unity State übernommen hätten, gab jedoch zu, dass die Armee seit einigen Tagen Angriffen durch die Rebellen ausgesetzt war. Der Rebellensprecher Col Peter Riek Gew gab an, Leer county südlich Benitu, die Tharjath Ölfelder sowie die restlichen Ölfelder von Koch county  40 km südlich von Benitu eingenommen zu haben. Die Ölproduktion in Paloch in Upper Nile betrug in dieser Woche angeblich 159 000 Barrel pro Tag.

    http://www.sudantribune.com/spip.php?article50709

  • 15.4.14 Lokale Quellen bestätigten, dass die Oppositionsgruppen die Stadt Benitu eingenommen hätten. Die Rebellen warnten alle noch tätigen Ölgesellschaften den Staat zu verlassen und räumten eine Woche Zeit für die Evakuierung der Ölarbeiter und das Beenden der Ölförderung ein. Der Sprecher der SPLA Col. Philip Aguer war für Kommentare nicht erreichbar.

    https://radiotamazuj.org/en/article/bentiu-falls-rebel-assault-spla-regrouping

  • 14.4.14 Rebellensprecher Peter Riek Gew sagte, dass Kräfte der SPLA, die loyal gegenüber Präsident Salva Kiir sind, ihr Versteck im Norden des Unity State angegriffen hätten. Er behauptete, die Rebellen hätten ihre Position verteidigt und ein Ölfeld ca. 35 km von Benitu entfernt eingenommen. In der vergangenen Woche äußerte Riek Machar, er plane Großangriffe auf die Ölfelder zu starten um die Ölgelder zu stoppen, die angeblich von der Regierung in Juba zur Bezahlung ausländischer Truppen benutzt würden.

    http://www.sudantribune.com/spip.php?article50635

März

  • 31.3.14 Die White Army ist eine bunt gemischte Zivilmacht, die für die Südsudanesische Opposition kämpft. Ihre Gründe zu kämpfen sind nicht wirtschaftlicher sondern persönlicher Art. Der amtierende Gouverneur des Upper Nile Staates Maj. Gen. Gathoth Gatknoth wünscht eine gerechte Aufteilung der Ölerträge. Er schätzt die White Army auf 60- bis 80 000 plus übergelaufene Regierungstruppen von 20 000 unter seinem Kommando. Regierungstruppen berichten, Riek Machar versuche seit einem Monat, in die Paloch Ölfelder einzudringen, aber die Armee habe alles unter Kontrolle.

    http://www.ibtimes.com/civilians-war-white-army-mobilizes-machar-aims-oil-fields-south-sudan-1565106

  • 30.3.14 Der ehemalige Vizepräsident und jetzige Rebellenführer Riek Machar kündigt an, mit der White Army Angriffe auf die Ölfelder von Paloch zu planen. Machar sagte, dies sei ihr Öl und man wolle Kiir davon abhalten, mehr Waffen zu kaufen. Nur in Upper Nile wird jetzt noch Rohöl gefördert, aktuell laut Regierung 1600 000 Barrel pro Tag. Insider wie Luke Patey vermuten 150 000 Barrel, was ca. 15 Mio. US-Dollar für die Regierung einbringt.

    http://www.bloomberg.com/news/2014-03-30/south-sudan-s-rebel-leader-machar-vows-to-target-key-oil-fields.html

  • 6.3.14 Südsudanesische Regierungstruppen führen laut GPOC (Great Pioneer Operating Company: die Ölfirma die das größte Ölfeld in Unity State mit 126 Quellen betreibt) Sicherheitseinsätze zum Schutz der Ölfelder in Unity State durch. Laut GOPC seien seit dem Überlaufen der 4. SPLA-Division im Dezember 2013 Anlageteile zerstört worden. Die Produktion kann noch nicht wieder aufgenommen werden, auch noch nicht im kommenden Monat. Einige Ölarbeiter kehren zurück und Sicherheitsbeauftragte werden mobilisiert. Auch SPOC (Sudd Petroleum Operating Company), die Betreiber des Tharjath-Ölfeldes mussten komplett schließen. Einige technische Reparaturen stünden laut deren Angaben noch aus.

    https://radiotamazuj.org/en/article/security-operations-ongoing-around-unity-oil-fields

  • 3.3.14 Der irakische Energieminister Hussein al-Sharistani versicherte, sein Land würde den Sudan mit Rohöl und der Konstruktion einer neuen Ölraffinerie versorgen. Der Irak wolle den Sudan politisch und wirtschaftlich unterstützen. Eine schwere Kraftstoffkürzung betraf die sudanesische Hauptstadt Ende 2013, welche die Regierung der Verspätung ausländischer Öllieferungen zuschrieb. Seit der Teilung des Staates 2011 kämpfe der Sudan mit dem Verlust des größten Teils ihres Rohöls und des Fehlens des daraus resultierenden Einkommens, das für die Bezahlung von Importen grundlegender Güter einschließlich Kraftstoff nicht mehr zur Verfügung steht.

    http://www.sudantribune.com/spip.php?article50163

Februar

  • 17.2.14 Der Ölminister des Südsudan Stephen Dhien Dau bestätigt die wachsende Bedrohung und Angriffe auf Ölfelder durch die Rebellen. Deshalb sei die Ölproduktion im Südsudan von 240 000 Barrel pro Tag auf 200 000 Barrel gesunken. Am Beginn der Unabhängigkeit lag Südsudans Ölproduktion bei 350 000 Barrel bevor Juba der China National Petroleum Corp., Indias ONGC Videsh und Malaysias Petronas befahl, die Produktion zu stoppen.

    http://www.sudantribune.com/spip.php?article49980

  • 14.2.14 Am 2.5.2012 startete der Sudan neu mit der Ölförderung des durch Krieg zerstörten Ölfeldes in Heglig. Ölminister Awad versucht die Ölförderung zu steigern. Seit der Teilung Sudan – Südsudan 7/2011 verlor der Sudan 75% seiner Ölreserven. Öleinkommen begründen mehr als die Hälfte des Einkommens  des Sudan und 90% des Exports.
  • 9/2013 erhöhte die Sudanesische Regierung die Treibstoffsubvention, was die Benzinpreise beinahe verdoppelte und zu landesweiten Protesten führte.

    Die aktuelle Fördermenge beträgt 133 000 Barrel Öl pro Tag, das meiste davon wird im Heglig-Gebiet und Umgebung sowie in West-Kordofan gefördert.

    Laut Südsudan suchen einige ausländische Unternehmen nach neuen Ölfeldern.

    http://www.sudantribune.com/spip.php?article49965