2011 – Entwicklungen um das Erdöl

Entwicklungen rund um das Erdöl im Sudan 2011

 

Dezember

  • 07. 12. 2011 Die französische Erdölfirma Total gab bekannt, dass sie möglicherweise eine Pipeline vom Südsudan durch Uganda zur kenianischen Küste bauen könne. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass Total tatsächlich in neuen Erdölblöcken in Uganda die Erdölförderung beginnt.

http://www.reuters.com/article/2011/12/07/total-idUSL5E7N72YY20111207

Oktober

  • 06. 10. 2011 Nach Angaben der ‚European Coalition on Oil in Sudan‘ werden die Erdölerträge im Südsudan ab 2016 von 200.000 b/d auf 160.00 b/d sinken. Der Bau einer neuen Pipeline vom Südsudan durch Kenia wird deshalb als unökonomisch bewertet.

http://www.sudan.net/completenews.php?nsid=1918&cid=1

September

  • 25. 09. 2011 Es herrscht noch Uneinigkeit darüber, wie hoch die Transitgebühr sein soll, die vom Sudan auf Erdöl aus dem Südsudan erhoben wird. Der Präsident Al-Bashir beharrt auf einer Gebühr von 32 US-Dollar. Bis Ende Oktober soll eine Einigung gefunden werden.

http://www.sudantribune.com/Bashir-warns-of-other-options-if,40244

Juli

  • 20. 07. 2011 Zum ersten Mal nach der Unabhängigkeit des Südsudans wurde südsudanesisches Erdöl eigenständig verkauft und von Port Sudan aus verschifft. Der Abnehmer dieser 1 Million Barrel Erdöl, die im Juli gefördert wurden, ist Chinaoil. Dass Nordsudan dieses Geschäft duldet, wird als Zeichen der Kooperationsbereitschaft verstanden. Noch ist kein Abkommen zwischen der Republik Sudan und dem neu gegründeten Südsudan darüber getroffen worden, wie die Erdöleinnahmen und Pipeline-Nutzung geregelt werden sollen. In Addis Abeba finden Verhandlungen statt, bei denen sich Vertreter beider Staaten um eine Lösung bemühen.

http://www.jamaicaobserver.com/pfversion/South-Sudan-ships-first-oil-cargo_9255214#ixzz1SeZ2FAvw

  • 19. 07. 2011 Der südsudanesische Präsident Salvar Kiir stellte die südsudanesische Position zum Erdöl nach Unabhängigkeit klar. Er warnte den Sudan davor, dass die Republik Südsudan aufhören könnte, die Pipeline im Norden zu nutzen, falls man dort weiterhin darauf bestehe, die Einnahmen aufzuteilen. Natürlich werde man für die Nutzung der Pipeline bezahlen, was aber nicht heiße, die gesamten Einnahmen aufzuteilen. Außerdem sprach er den Bau einer neuen Pipeline an, die durch Kenia, Äthiopien oder Uganda führen könnte. Jedoch hofft Kiir, dass die Verhandlungen mit dem Norden positiv verlaufen. Auch äußerte sich Kiir zur erdölreichen Region Abyei, deren Zugehörigkeit noch ungeklärt ist. Diese sei ein Teil der Republik Südsudan, so Kiir.

http://www.sudantribune.com/South-Sudan-s-Kiir-talks-tough-on,39591

Juni

  • 22. 06. 2011 Der sudanesische Präsident Al-Bashir hat angedroht, nach der Unabhängigkeit den Transport von südsudanesischem Erdöl zu verweigern, wenn der Norden nicht an Einnahmen beteiligt wird. Die Pipeline führt vom Süden durch den Nordsudan bis zum wichtigsten Exporthafen Port Sudan.

http://www.ft.com/intl/cms/s/0/a6e184ba-9ceb-11e0-8678-00144feabdc0.html?ftcamp=rss#axzz1R7sH3uge

März

  • 11. 03. 2011 Das südsudanesische Ministerium für Energie und Bergbau hat mit der malaysischen Firma Petronas einen Vorvertrag abgeschlossen. Darin wurde die Grundlage für eine intensivere Zusammenarbeit gelegt: Es wurden Kooperationsprinzipien im Öl- und Gassektor vereinbart und eine Plattform geschaffen, um weitere Rahmenbedingungen zu schaffen sowie einen Expertise- und Erfahrungsaustausch zu ermöglichen.

http://www.sudantribune.com/South-Sudan-Malaysia-s-Petronas,38264

  • 13. 03. 2011 Der sudanesische Präsident Al-Bashir hat eine neue Kommission geschaffen, um die Daten zur Erdölförderung der letzten fünf Jahre zu überprüfen. Damit reagiert er auf Vorwürfe der britischen NGO Global Witness, die eine starke Diskrepanz zwischen den von der sudanesischen Regierung veröffentlichten Daten festgestellt hat im Vergleich zu den Angaben führenden Erdöl-Firma im Sudan, CNCP.

http://www.sudantribune.com/Sudan-President-forms-taskforce-to,38275

Januar

  • 20. 01. 2011 Angesichts der bevorstehenden Trennung des Südsudans entsteht eine neue Volkswirtschaft, die aktuell nahezu ausschließlich auf den Einnahmen aus dem Erdölgeschäft basiert. Eine Analyse der wirtschaftlichen Zukunft des Südsudans finden Sie unter folgendem Link in derNeuen Züricher Zeitung.

http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/wirtschaftlicher_neubeginn_im_suedsudan_1.9155866.html