Uneinigkeit im Doha-Friedensprozess

Am 27. April überreichte der Hauptmediator den drei beteiligten Parteien im Doha-Friedensprozess den Entwurf eines Friedensvertrags, über den sie Mitte Mai diskutieren werden. LJM begrüßte diesen Schritt als im Einklang mit dem bisherigen Stand der Friedensverhandlungen, wohingegen der Entwurf seitens JEM abgelehnt wurde. Dijibril Bassole wird von seinem Posten als Hauptmediator der geteilten Friedensmission der UN und der Afrikanischen Union zurücktreten, da er Burkina Fasos Außenminister werden wird. Die sudanesische Regierung gab daraufhin bekannt, dass es keines neuen Mediators, dafür aber mehr Drucks auf die Rebellen bedürfe. Zudem trennten sich 45 Rebellen von der LJM, da sie deren Leiter El-Tijani El-Sissi als korrupt und diktatorisch bezeichnen. Sie wollen nun als unabhängige Gruppe an den Friedensverhandlungen in Doha teilnehmen.

Amnesty International Koordinationsgruppe Sudan – 07.05.2011