Die Wahlen im Sudan sind von der Wahlkommission auf den 13. April 2015 festgelegt worden. Das Ergebnis soll am 16. April bekannt gegeben werden

Die meisten großen Oppositionsparteien weigern sich, an den Wahlen teilzunehmen, und rufen zu einer Verlegung auf.

Sie fordern eine Übergangsregiering und eine neue Verfassung, um freie und faire Wahlen zu garantieren.
Die Führer der oppositionellen sudanesischen Kongresspartei (SCOP), Ibrahim al-Sheikh, sagte, es sei beschlossen, die Wahlen wegen r grundsätzlichen und strategischen Gründe zu boykottieren.
Al-Sheikh sagte auch, dass die Opposition nicht an der Ausarbeitung des Wahlgesetzes beteiligt gewesen sei und betonte, dass es von der NCP entworfen und von Parlament verabschiedet worden sei.
Der Generalsekretär des sudanesischen kommunistischen Partei (SCP), Mohamed Mokhtar al-Khatib, sagte in einem Interview mit der Tageszeitung Awal al-Nahar, dassdie Organe und Institutionen des Staates komplett von der NCP gesteuert und kontrolliert würden.
Er zeigte auf, dass  eine große Anzahl von Flüchtlingen und Binnenvertriebenen in den Lagern sagen, dass sie nicht an den Wahlen teilnehmen können, solange im ganzen Land die kriegerischen Konflikte nicht beendet sind.
Politische Parteien werden von der Polizei daran gehindert auf öffentlichen Plätzen zu agieren, auch wenn sie eine Erlaubnis  haben.

Dies wird ihnen nur in ihren Büros erlaubt, die aber dann auch nocht von der NISS kontrolliert werden.

Auch Vertreter der UMMA und DUP fordern eine Verschiebung der Wahlen, weil in vielen Provinzen Krieg herrscht und die Menschen nicht die Möglichkeit haben, ihre Meinung frei zu äußern.
Die Reform-Now-Bewegung (RNM) von Ghazi Salah al-Din al-Attabani

Al-Attabani sagte zu der Boykottkampagne seiner Partei, dass sie diese aus zehn Gründen beschlossen habe, darunter politische Instabilität, Fortsetzung des Krieges in Darfur, Süd-Kordofan und Blue Nile und dem Fehlen demokratischer Freiheiten.
Die Volkskongress-Partei (PCP) von Hassan al-Turabi will den mit der Regierung geführten nationalen Dialog fortzusetzen, weigert sich aber, diesen mit den Wahlen im April in Verbindung zu bringen.

Die PCP ist der einzige große Oppositionspartei, die ihre Beteiligung an dem nationalen Dialog nicht unterbrechen will und weiterhin für die Fortsetzung des Prozesses plädiert.